Der Juni 2026 ist einer der wärmsten Junimonate seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gewesen. Mit einem Temperaturmittel von 19,5 Grad Celsius belegte er nach aktuellen Auswertungen Platz zwei, nur übertroffen vom Juni 2019 mit 19,8 Grad. Der Deutsche Wetterdienst meldete zugleich deutlich zu wenig Regen und überdurchschnittlich viele Sonnenstunden. Besonders die westlichen Landesteile waren in der dritten Monatsdekade von einer intensiven Hitzewelle betroffen.
Temperaturen auf Rekordniveau
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) betrug die Abweichung gegenüber der Referenzperiode 1961 bis 1990 im Juni 2026 4,1 Grad. Besonders in der dritten Dekade des Monats kam es in den westlichen Landesteilen zu einer intensiven Hitzewelle mit Temperaturen über 35 Grad Celsius an mehreren Tagen. In vielen Regionen wurden Monats- und Allzeitrekorde für Höchsttemperaturen gebrochen. In Neißemünde-Coschen in Brandenburg wurden am Sonntag 41,7 Grad gemessen, was den erst am Vortag aufgestellten deutschlandweiten Allzeitrekord übertraf, teilte der Deutsche Wetterdienst am Montag mit.
Deutlich zu trockener Juni
Der Niederschlag im Juni war laut Deutschem Wetterdienst unterdurchschnittlich und sehr ungleich verteilt. Während am Alpenrand und im äußersten Nordwesten Deutschlands bis zu 180 Liter pro Quadratmeter fielen, waren es in anderen Regionen wie dem Mittel- und Oberrhein deutlich weniger. Zum Ende des ersten meteorologischen Sommermonats wurden insgesamt rund 66 Liter pro Quadratmeter an Niederschlag registriert. Damit war es im Juni trockener als im langjährigen Mittel; gegenüber der Referenzperiode 1961 bis 1990 mit 85 Litern pro Quadratmeter fiel etwa ein Fünftel weniger Niederschlag. Selbst im Vergleich mit der aktuelleren und trockeneren Referenzperiode 1991 bis 2020 mit 76 Litern pro Quadratmeter ergibt sich nach DWD-Angaben ein Defizit von circa 13 Prozent.
Ungewöhnlich viele Sonnenstunden
Auch bei der Sonnenscheindauer meldete der Deutsche Wetterdienst überdurchschnittliche Werte. Die Sonne schien im Juni insgesamt rund 248 Stunden und damit über 20 Prozent mehr als im langjährigen Mittel mit 203 Stunden. Auch im Vergleich mit der jüngeren Referenzperiode 1991 bis 2020 mit 216 Stunden ergab sich noch eine positive Abweichung von 15 Prozent. Der Juni war damit nach DWD-Angaben der vierte Monat in Folge, der deutlich sonniger ausfiel als im vieljährigen Mittel.
