Nach dem Rücktritt von Jens Spahn (CDU) als Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag werden Forderungen nach einer Rückkehr von Ralph Brinkhaus an die Fraktionsspitze laut. Vor allem Nachwuchsorganisationen und parteinahe Akteure aus der CDU werben in sozialen Netzwerken für den früheren Fraktionschef und heben dessen Erfahrung hervor.
Junge Union Ostwestfalen-Lippe wirbt für Brinkhaus
Die Junge Union im Bezirk Ostwestfalen-Lippe veröffentlichte am Wochenende auf Instagram einen Aufruf, in dem sie sich klar für eine Rückkehr von Ralph Brinkhaus an die Spitze der Unionsfraktion ausspricht. „Ralph Brinkhaus ist der Richtige für den Vorsitz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion“, heißt es darin, und weiter: „Wir brauchen seine Kompetenz und seine Erfahrung für eine echte Staatsmodernisierung“ (Instagram-Aufruf der Jungen Union Ostwestfalen-Lippe).
Unterstützung aus Jugendorganisationen und von Publizisten
Den gleichen Personalvorschlag machte Benedikt Groß, Bundesvorsitzender der Jugendorganisation der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft, die eine offizielle Vereinigung innerhalb der CDU ist. „Bitte machen“, schrieb er am Sonntag auf X/Twitter (X/Twitter-Beitrag von Benedikt Groß).
Auch der Publizist Andreas Püttmann, 2014 bis 2015 Mitglied einer „Zukunftskommission“ der CDU, brachte Brinkhaus als möglichen Fraktionsvorsitzenden ins Gespräch. Auf Bluesky schrieb er: „Fraktionsvorsitzender jetzt Röttgen oder Brinkhaus? Man wird ja wohl noch träumen dürfen.“ (Bluesky-Beitrag von Andreas Püttmann)
Politischer Hintergrund und bisherige Zurückhaltung
Brinkhaus war von September 2018 bis Februar 2022 Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und als solcher auch von Dezember 2021 bis Februar 2022 Oppositionsführer. Er war spektakulär über eine Kampfabstimmung gegen Merkels Vertrauten Volker Kauder ins Amt gekommen. Auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur wollte sich Brinkhaus am Wochenende nicht äußern (dts Nachrichtenagentur).
