Mehr Zeit für die Familie. Reisen, die nicht an fehlenden Urlaubstagen scheitern. Genug Luft, um sich um die eigene Gesundheit zu kümmern, um Freunde, um den Partner. Wenn Menschen sich neben ihrem Job ein zweites Standbein aufbauen wollen, geht es selten um das Geld an sich, sondern um die Dinge, die das Leben lebenswert machen.
An angeblichen Möglichkeiten fehlt es dabei nicht. Dropshipping, Amazon FBA, Print on Demand, die eigene kleine Agentur. Die Auswahl war noch nie so groß wie heute. Und trotzdem stehen die meisten am Ende ohne Ergebnis da.
Belastbare Zahlen dazu, wie viele aufgeben, gibt es nicht. Wohl aber eine Beobachtung, die auch bei ReiseFrei immer wieder auftaucht: Es sind selten die Faulen, die scheitern.
Der teuerste Denkfehler
Wer nach Monaten ohne Ergebnis dasteht, sucht den Fehler fast immer bei sich. Er hätte konsequenter sein müssen. Früher aufstehen. Länger durchhalten.
Jonas, der mit ReiseFrei Menschen beim Aufbau eines eigenen digitalen Reisebüros begleitet und selbst seit Jahren Reisen vermittelt, hält das für den teuersten Irrtum der Branche.
„Die Leute, die zu uns kommen, sind fast nie faul“, sagt er. „Viele haben schon zwei oder drei Sachen probiert und jede freie Stunde reingesteckt. Nur eben in Modelle, in denen Fleiß allein nichts bringt.“
Der finanzielle Verlust ist dabei meist verschmerzbar. Schwerer wiegt etwas anderes: Wer zweimal gescheitert ist, hält irgendwann sich selbst für das Problem und lässt die nächste Gelegenheit ungenutzt vorbeiziehen.
Die Rechnung, die nie aufgehen konnte
Dabei ist der Grund oft banal. Die meisten Wege, die als Feierabendlösung verkauft werden, sind bei genauem Hinsehen ein Vollzeitjob.
Man braucht ein Produkt. Man muss Werbung schalten und sie täglich im Blick behalten. Man soll Videos drehen, sich zeigen, Reichweite aufbauen. Und wenn dann tatsächlich jemand kauft, fängt die eigentliche Arbeit erst an.
Wer mit zwei Stunden am Abend in etwas einsteigt, das acht verlangt, arbeitet nicht zu wenig. Er hat sich etwas ausgesucht, das für sein Leben nie gedacht war.
Daraus ergibt sich ein Prüfstein, der sich schon vor dem Start anwenden lässt und die meisten Modelle sofort aussortiert: Will überhaupt jemand haben, was da angeboten wird? Wer etwas verkauft, wonach gerade niemand sucht, verbringt den größten Teil seiner Zeit damit, Menschen erst einmal auf die Idee zu bringen. Das ist die mühsamste Arbeit von allen.
Ein Markt, der größer ist als sein Ruf
An dieser Stelle wird der Reisevertrieb interessant, und zwar unabhängig davon, wer ihn gerade anbietet.
Der Deutsche Reiseverband weist für 2025 einen Umsatz deutscher Reisebüros von 21 Milliarden Euro aus. Fast jeder zweite Euro, den deutsche Urlauber vor der Reise ausgeben, läuft über Reiseveranstalter und Reisebüros. Der Markt schrumpft also nicht, auch wenn der Eindruck seit Jahren ein anderer ist.
Der Grund dafür ist simpel: Reisen werden gebucht, mit Beratung oder ohne, Jahr für Jahr. Niemand muss überredet werden, in den Urlaub zu fahren. Der Wunsch ist da, das Geld dafür längst eingeplant.
Bezahlt wird der Vermittler dabei nicht vom Urlauber, sondern vom Veranstalter. Der Kunde zahlt denselben Preis wie beim Selberbuchen und bekommt die Beratung obendrauf. Je nach Reise bleiben nach Angaben aus der Branche pro Buchung mehrere hundert bis über tausend Euro.
Was ReiseFrei anders macht als der Alleingang
Wer als Reiseberater auf eigene Faust anfängt, hängt schnell an Dingen fest, die mit Reisen wenig zu tun haben: an Vereinbarungen mit Veranstaltern, an Technik, an der Frage, wie aus einem netten Gespräch am Ende eine feste Buchung wird.
Genau dort setzt das Angebot an. Nach Darstellung des Unternehmens baut ein Team aus Reiseberatern und Programmierern das Drumherum gleich mit auf: die eigene Website, das Buchungssystem und den Zugang zu einem über Jahre verhandelten Netzwerk an Veranstaltern.
„Wir verkaufen kein Wissen, wir bauen mit unseren Kunden das Geschäft auf“, sagt Jonas. „Wenn jemand bei uns anfängt, stehen rund 90 Prozent schon.“
Ob diese Zahl trägt, lässt sich von außen nicht prüfen. Nachvollziehbar ist allerdings der Gedanke dahinter. Je früher die erste eigene Buchung kommt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand vorher aufgibt.
„Solange sich jemand zu jedem Schritt zwingen muss, ist es eine Frage der Disziplin. Und Disziplin geht irgendwann aus“, sagt Jonas. „Sobald die erste Provision auf dem Konto liegt, kippt das.“
Was am Ende bleibt
Wie weit einzelne Berater kommen, ist von außen ebenfalls nur begrenzt zu überprüfen. Auffällig ist eher etwas anderes: Viele der erfolgreichen Vermittler sind selbst ständig unterwegs und arbeiten aus den Ländern heraus, in die sie ihre Kunden schicken.
Damit hat das Modell ihnen nicht nur ein Einkommen gebracht, sondern das, weswegen die meisten überhaupt anfangen.
Bemerkenswert ist vor allem, wer diesen Weg gehen kann. Es braucht keine Technikkenntnisse, kein Verkaufstalent und keine Vorerfahrung in der Touristik. Wer gerne reist und gerne plant, muss im Kern nur lernen, wie sich daraus ein ortsunabhängiges zweites Einkommen aufbauen lässt. Das erklärt vermutlich, warum der Zulauf ausgerechnet aus Berufen kommt, die mit Reisen bislang nichts zu tun hatten.
„Wer schon zwei Modelle probiert hat und gescheitert ist, hält sich meistens selbst für das Problem“, sagt Jonas. „In den allermeisten Fällen war es einfach das falsche Modell.“
Wie der Aufbau als digitaler Reiseberater im Einzelnen abläuft, erklärt ReiseFrei in einem kostenfreien Video, das unter www.reisefrei.com/eintragen abrufbar ist.
Quelle: Deutscher Reiseverband (DRV), „Der deutsche Reisemarkt, Zahlen und Fakten“ (Daten für 2025).