Israel hat die Bewohner der libanesischen Küstenstadt Tyros am Dienstag zur Evakuierung aufgerufen. Betroffen ist die gesamte Stadt mit ihren Vororten, darunter erstmals auch ein bislang verschontes christliches Viertel. Hintergrund sind laut israelischem Militär Aktivitäten von Hisbollah-Kämpfern in diesem Gebiet und die Ankündigung, entsprechende Ziele anzugreifen.
Evakuierungsaufruf für Tyros und Vororte
Israel hat die Menschen in der libanesischen Küstenstadt Tyros am Dienstag zur Evakuierung aufgerufen. Die Warnung gilt für die gesamte Stadt und ihre Vororte, einschließlich eines christlichen Viertels, welches bisher noch nicht von solchen Anordnungen betroffen war.
Die Bewohner des Gebiets wurden angewiesen, sich nördlich des Flusses Zahrani in Sicherheit zu bringen. Zur Begründung hieß es, dass es auch im christlichen Viertel der Stadt Aktivitäten von Hisbollah-Kämpfern gegeben habe. Deshalb gehe man gegen deren „Terroraktivitäten“ in diesem Viertel vor. Jedes Gebäude, welches von der Hisbollah für militärische Zwecke genutzt werde, könne zum Ziel von Angriffen werden, so das israelische Militär.
Berichte über Luftangriffe
Libanesische Medien meldeten unterdessen, dass israelische Luftangriffe in Tyros bereits erfolgt seien. Kampfflugzeuge hätten einen heftigen Angriff auf die Küstenstadt geflogen, hieß es.
Kontext der jüngsten Spannungen
Die Angriffe erfolgten einen Tag, nachdem Israel und der Iran die gegenseitigen Angriffe wieder eingestellt hatten. Teheran hatte allerdings davor gewarnt, dass man auf erneute israelische Angriffe im Libanon reagieren werde.
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