Mehr als ein Drittel aller Beschäftigten im Dienstleistungssektor hat im August zumindest teilweise von zu Hause gearbeitet. In der Gesamtwirtschaft lag der Anteil bei 24,9 Prozent. Das geht aus der Ifo-Konjunkturumfrage hervor.
Branchen mit großen Unterschieden
Im Großhandel arbeiteten 17,7 Prozent der Beschäftigten im Homeoffice, in der Industrie 16,4 Prozent. Deutlich niedriger waren die Werte im Einzelhandel (6,2 Prozent) und im Baugewerbe (5,1 Prozent).
Jean Victor Alipour, Ifo-Forscher, sagte: „Seit Jahren sehen wir keine nennenswerten Veränderungen im Homeoffice-Anteil – weder insgesamt noch in den Branchen“.
Stellenmarkt bestätigt Trend
Eine Auswertung von über 93 Millionen Online-Stellenanzeigen zwischen Januar 2014 und Juni 2025 zeigte ein ähnliches Bild: Jede fünfte Ausschreibung bot Homeoffice an. Besonders häufig war die Option in Finanz- und Versicherungsdienstleistungen mit 42 Prozent.
Jean Victor Alipour sagte: „Unsere Ergebnisse decken sich mit internationalen Auswertungen, wonach sich das Homeoffice in den meisten Industrieländern fest etabliert hat“.