Zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres bleiben im Handwerk etwa 20.000 Lehrstellen unbesetzt. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) warnt die AfD vor einer Abschaffung der Schulpflicht, sollte sie künftig in Sachsen-Anhalt regieren.
Generalsekretär Schwannecke zu Grundkompetenzen
ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke sagte der „Bild“: „Schon jetzt fehlen vielen Bewerberinnen und Bewerbern für eine Ausbildung elementare Grundkompetenzen beim Rechnen, Lesen und Schreiben. Wer vor diesem Hintergrund die Abschaffung der Schulpflicht fordert, gefährdet nicht nur die Vermittlung elementarer Kompetenzen.“
Kritik an möglichen Folgen für Wirtschaft und Jugend
Schwannecke warnte, wer den Schulbesuch als freiwillige Entscheidung wolle, lege die Axt an Ausbildung, Fachkräfteversorgung und Wettbewerbsfähigkeit von Handwerk und Wirtschaft.
Die Schulpflicht sei ein zentraler Pfeiler der gesellschaftlichen Daseinsvorsorge. Sie abzuschaffen, sei ein Frontalangriff auf die Zukunftschancen junger Menschen.