Die Großhandelspreise in Deutschland lagen im Juli 2026 um 5,3 Prozent über dem Vorjahresmonat. Im Juni hatte die Rate noch bei 4,9 Prozent gelegen, im Mai bei 5,9 Prozent. Treiber waren vor allem die Kriegshandlungen im Iran und Nahen Osten sowie deutliche Preissprünge bei Energie und Rohstoffen.
Starker Anstieg bei Energie und Metallen
Besonders stark stiegen die Preise für Mineralölerzeugnisse mit plus 24,1 Prozent gegenüber Juli 2025. Ein zusätzlicher Schub ergab sich durch das Auslaufen der vorübergehenden Senkung des Energiesteuersatzes auf Benzin und Diesel ab dem 1. Juli 2026, was zu einem Anstieg von 4,0 Prozent gegenüber Juni 2026 führte.
Auch Nicht-Eisen-Erze, -Metalle und -Metallhalbzeug verzeichneten mit plus 27,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat einen deutlichen Anstieg, sanken jedoch um 3,9 Prozent gegenüber dem Vormonat. Chemische Erzeugnisse wurden 13,1 Prozent teurer als im Juli 2025, während Geräte der Informations- und Kommunikationstechnik 9,0 Prozent zulegten. Gegenüber Juni 2026 sanken die Preise für chemische Erzeugnisse um 1,1 Prozent, während die Geräte der Informations- und Kommunikationstechnik um 1,1 Prozent stiegen.
Preisrückgänge bei Lebensmitteln und Tieren
Gleichzeitig sanken die Preise im Großhandel mit lebenden Tieren um 18,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und um 5,4 Prozent gegenüber Juni 2026. Auch Milch, Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette verbilligten sich um 9,4 Prozent im Jahresvergleich und um 1,3 Prozent im Monatsvergleich. Fleisch und Fleischwaren wurden 6,1 Prozent günstiger als im Juli 2025 und 2,3 Prozent günstiger als im Vormonat.