Der Dax hat am Freitag zugelegt und schloss mit 25.409 Punkten, ein Plus von 0,6 Prozent. Während Commerzbank, Adidas und Deutsche Bank zu den Gewinnern zählten, verloren BASF, Scout 24 und Rheinmetall deutlich.
Sorgen um Zinsen und Energiepreise belasten Märkte
Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, betonte: „Die Sorge vor weiter steigenden Zinsen und Anleiherenditen ist omnipräsent und erschwert eine nachhaltige Erholung am Aktienmarkt. Gleichzeitig bleiben die Energiepreise hoch und entwickeln sich zunehmend zum Bremsklotz für Konjunktur und Börse“.
Genau diese Kombination bereite den Anlegern Sorgen. "Hohe Energiepreise halten den Inflationsdruck aufrecht, während steigende Renditen die Finanzierungsbedingungen verschärfen. Gleichzeitig bleibt der Konsum trotz erster Erholungssignale bei den Frühindikatoren schwach. Damit schwebt zunehmend das Risiko einer Stagflation über den Märkten. Für Aktien ist die Mischung aus hartnäckiger Inflation und schwachem Wachstum besonders unangenehm, weil sie den Notenbanken kaum Spielraum für eine unterstützende Geldpolitik lässt".
Berichtssaison könnte neue Dynamik bringen
Diese Unsicherheit entlade sich zunächst in einer Konsolidierung der Aktienmärkte. "Für neue Dynamik könnte die bald beginnende Berichtssaison sorgen. Dann müssen die Unternehmen zeigen, wie gut sie mit hohen Finanzierungskosten, Energiepreisen und einem zurückhaltenden Konsum tatsächlich zurechtkommen".
Am Freitagnachmittag war der Euro etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1397 US-Dollar, ein Dollar entsprechend 0,8774 Euro.