Nach einer Woche ist der Großeinsatz beendet – 300 Hektar Wald betroffen.
Nach einer Woche intensiver Löscharbeiten ist der größte Waldbrand in der Geschichte Nordrhein-Westfalens im Hürtgenwald offiziell für beendet erklärt worden. Wie die Feuerwehr und der Bürgermeister der Gemeinde, Stephan Cranen, mitteilten, sind alle offenen Feuer sowie Glutnester vollständig gelöscht. Der Brand hatte sich auf rund 300 Hektar Waldfläche im Kreis Düren ausgebreitet, wie der WDR berichtet. Besonders herausfordernd war dabei die Munitionsbelastung des Geländes aus dem Zweiten Weltkrieg, die direkte Löscharbeiten in vielen Bereichen unmöglich machte. Stattdessen kamen Löschhubschrauber, Schneisen und spezielle Taktiken zum Einsatz, um die Flammen einzudämmen.
1.800 Einsatzkräfte kämpfen gegen Wipfelbrand
Zeitweise waren mehr als 1.800 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW, Bundeswehr, Polizei und weiteren Organisationen im Einsatz, um den Wipfelbrand zu bekämpfen, bei dem sich das Feuer schnell durch die Baumkronen ausbreitete. Besonders kritisch war die Lage im Ortsteil Gey, wo sich das Feuer bis auf 15 Meter an die Ortschaft angenähert hatte. Rund 2000 Einwohner mussten vorsorglich evakuiert werden, durften aber nach der Eindämmung der Flammen zurückkehren, wie der Spiegel berichtet.
Gemeinde feiert glücklichen Ausgang der Krise
Bürgermeister Cranen betonte in einer Mitteilung auf der Website der Gemeinde, dass der Schutz der Menschen stets oberste Priorität gehabt habe. Er zeigte sich erleichtert, dass weder Personen noch Häuser zu Schaden gekommen seien. Dies sei vor allem dem Einsatz der vielen haupt- und ehrenamtlichen Kräfte zu verdanken. Gleichzeitig lobte er den sozialen Zusammenhalt in der Gemeinde. Viele Anwohner, Landwirte und Freiwillige hatten während der Krise Unterstützung geleistet, etwa durch die Bereitstellung von Wasser oder die Organisation von Verpflegung.
Gebiet bleibt gesperrt trotz Brandbekämpfung
Die Löscharbeiten wurden in den vergangenen Tagen schrittweise reduziert, nachdem der Brand unter Kontrolle gebracht worden war. Fußtrupps, Drohnen und Wärmebildtechnik kamen zum Einsatz, um verbliebene Glutnester aufzuspüren. Das Waldgebiet bleibt laut einer Sprecherin des Kreises Düren vorerst gesperrt, um neue Brände zu verhindern und die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten, da viele Bäume durch das Feuer instabil geworden seien.