Angesichts eines neuen Höchststands politisch motivierter Straftaten in Deutschland fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) eine personelle und rechtliche Aufrüstung der Sicherheitsbehörden. GdP-Vorsitzender Jochen Kopelke verweist auf einen starken Anstieg politischer Kriminalität und warnt vor Gefahren für den demokratischen Zusammenhalt.
GdP fordert mehr Befugnisse und Personal
GdP-Vorsitzender Jochen Kopelke sagte der „Rheinischen Post“: „Als GdP fordern wir dringend bessere Ermittlungsbefugnisse und vor allem mehr Polizisten, um dieser Entwicklung etwas entgegenzustellen.“ Politische Kriminalität fresse sich immer tiefer in den Alltag, warnte Kopelke laut „Rheinischer Post“. Man dürfe nicht erst handeln, wenn aus Bedrohung schon Gewalt geworden sei.
Die Entwicklung sei „erschreckend gefährlich“, sagte Kopelke der „Rheinischen Post“. Politische Kriminalität sei kein Randphänomen mehr, sondern ein Angriff auf den demokratischen Zusammenhalt. Man dürfe nicht zulassen, dass Einschüchterung, Hass und Gewalt das Land normalisierten, so Kopelke weiter gegenüber der „Rheinischen Post“.
Anstieg politisch motivierter Straftaten
Laut Bundesinnenministerium und Bundeskriminalamt wurden 2025 insgesamt 85.837 Straftaten verzeichnet. Dies waren knapp zwei Prozent mehr als im Vorjahr, teilten Bundesinnenministerium und Bundeskriminalamt mit. Hauptgrund war demnach ein Anstieg bei linksextremistischer Kriminalität auf insgesamt 13.490 Fälle.
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