Der geplante Zusammenschluss des deutschen KI-Unternehmens Aleph Alpha mit der kanadischen Firma Cohere verzögert sich und verläuft komplexer als zunächst erhofft. Nach übereinstimmenden Informationen aus Unternehmens- und Regierungskreisen bleiben zentrale Punkte der Transaktion offen, während beide Seiten öffentlich an ihrem Vorhaben festhalten. Politisch soll durch den Deal eine deutsch-kanadische Alternative zu führenden US- und chinesischen KI-Anbietern entstehen.
Ungeklärte Punkte beim Zusammenschluss
Der Zusammenschluss des einstigen deutschen Vorzeige-Start-ups Aleph Alpha mit der kanadischen KI-Firma Cohere dauert offenbar länger als von einigen beteiligten Personen erhofft. Das berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Unternehmens- und Regierungskreise. Einige zentrale Punkte der Transaktion seien demnach weiterhin ungeklärt.
Diskutiert würden laut „Handelsblatt“ unter anderem der Umfang der Übernahme von Beschäftigten, die künftige Führungsstruktur sowie die Ausgestaltung von Schutzrechten für die deutsche Regierung. Diese offenen Fragen bremsen den Fortgang der Verhandlungen.
Gemeinsame Erklärung der beteiligten Unternehmen
Cohere, Aleph Alpha und Schwarz Digits erklärten auf „Handelsblatt“-Anfrage gemeinsam, sie arbeiteten weiterhin konstruktiv auf einen Abschluss der Transaktion hin und seien „weiterhin entschlossen, ihre Unternehmen zusammenzuführen“. Mit dieser gemeinsamen Stellungnahme betonen die beteiligten Firmen ihren Willen, den Zusammenschluss trotz der Verzögerungen umzusetzen.
Politische Zielsetzung und wirtschaftliche Interessen
Das politische Ziel des Zusammenschlusses ist laut „Handelsblatt“ der Aufbau einer deutsch-kanadischen Alternative zu den dominierenden US- und chinesischen KI-Anbietern. Unterstützt werden die Verhandlungen von der deutschen und der kanadischen Regierung.
Nach Informationen des „Handelsblatts“ könnte Cohere insbesondere an dem zugesagten Investment der Schwarz-Gruppe sowie an der Perspektive interessiert sein, den deutschen Staat als Ankerkunden zu gewinnen. Diese Faktoren spielen dem Bericht zufolge eine wichtige Rolle für die Attraktivität der Transaktion aus Sicht des kanadischen Unternehmens.
