Wahlwerbung der AfD mit ausgemusterten Feuerwehrfahrzeugen in Berlin stößt auf scharfe Kritik des Deutschen Feuerwehrverbands. Insbesondere der Einsatz eines ehemaligen Löschfahrzeugs mit AfD-Plakaten bei einer Wahlkampfveranstaltung in der Hauptstadt sorgt für Diskussionen. Der Feuerwehrverband verweist auf das Neutralitätsgebot für Feuerwehren und bemängelt zudem die Nutzung von Blaulichtern auf ausrangierten Fahrzeugen.
Kritik des Deutschen Feuerwehrverbands
Der Deutsche Feuerwehrverband hat den Einsatz ehemaliger Feuerwehrfahrzeuge für Wahlwerbung der AfD deutlich missbilligt. Mehrfach setzte die Partei in Berlin alte Löschfahrzeuge bei Wahlkampf-Veranstaltungen und Demonstrationen ein, wie die Zeitung „Bild“ berichtet.
Karl-Heinz Banse, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands, erklärte auf Anfrage der Zeitung: „Die Nutzung von als Feuerwehrfahrzeug erkennbaren Fahrzeugen zu politischen Zwecken jedweder Partei verurteilen wir klar.“ Feuerwehren unterlägen dem Neutralitätsgebot, so Banse.
Ehemalige Löschfahrzeuge im Wahlkampf
Montag vergangener Woche soll unter anderem Parteichef Tino Chrupalla bei einer AfD-Wahlveranstaltung in Berlin aufgetreten sein, bei der ein Feuerwehrauto neben der Bühne gestanden haben soll. Das ehemalige Löschfahrzeug war laut „Bild“ mit einem großen AfD-Wahlplakat und AfD-Aufklebern versehen.
Das ausgemusterte Feuerwehrauto bei der AfD-Wahlveranstaltung in Berlin soll noch Blaulichter auf dem Dach gehabt haben. Eine Sprecherin des Feuerwehrverbandes sagte dazu gegenüber der „Bild“, Blaulichter dürften auf ausrangierten Feuerwehrfahrzeugen im öffentlichen Straßenverkehr nicht mehr montiert sein, da das Fahrzeug nicht mehr als Einsatzfahrzeug zugelassen sei.
Reaktion aus der AfD
Ronald Gläser, AfD-Bundestagsabgeordneter und Pressesprecher des AfD-Landesverbands Berlin, erklärte gegenüber der „Bild“, die von der AfD genutzten ausgemusterten Feuerwehrautos gehörten einem Parteifreund.
