Die Bundesanwaltschaft hat in Berlin den kasachischen Staatsangehörigen Sergej K. wegen des Verdachts der geheimdienstlichen Agententätigkeit festnehmen lassen. Ihm wird vorgeworfen, Informationen über die militärische Unterstützung Deutschlands für die Ukraine sowie über die deutsche Rüstungs- und Verteidigungsindustrie an einen russischen Geheimdienst weitergegeben zu haben. Zudem soll er Sabotageziele in Deutschland benannt und sich zur Rekrutierung weiterer Personen bereit erklärt haben.
Festnahme in Berlin nach Haftbefehl des Bundesgerichtshofs
Die Bundesanwaltschaft hat in Berlin den kasachischen Staatsangehörigen Sergej K. festnehmen lassen. Das teilte die Behörde am Mittwoch mit. Der Haftbefehl gegen K. wurde nach Angaben der Bundesanwaltschaft bereits am 23. April vom Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs erlassen.
Verdacht der geheimdienstlichen Agententätigkeit
K. soll nach Darstellung der Bundesanwaltschaft seit Mai 2025 in Kontakt mit einem russischen Geheimdienst gestanden haben. Ihm wird vorgeworfen, Informationen über die militärische Unterstützung Deutschlands für die Ukraine sowie über die deutsche Rüstungs- und Verteidigungsindustrie weitergegeben zu haben. Besonders betroffen seien laut Bundesanwaltschaft Unternehmen, die Drohnen und Roboter entwickeln.
Zudem habe K. nach Angaben der Bundesanwaltschaft Fotos von öffentlichen Gebäuden in Berlin und militärischen Konvois auf Autobahnen übermittelt, darunter auch von einem Nato-Staat.
Hinweise auf mögliche Sabotagepläne
Darüber hinaus soll K. seinem Kontaktmann beim Geheimdienst geeignete Sabotageobjekte in Deutschland genannt haben, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Nach den Angaben der Behörde habe er außerdem angeboten, weitere Personen für eine Sabotage- und Spionagetruppe zu rekrutieren.
Noch am Mittwoch soll K. dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden. Dieser werde über den Vollzug der Untersuchungshaft entscheiden, wie die Bundesanwaltschaft mitteilte.
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