Die Deutsche Bundesbank hat im ersten Halbjahr 2026 rund 30.000 falsche Euro-Banknoten mit einem Nennwert von 1,75 Millionen Euro im Zahlungsverkehr festgestellt. Die Anzahl der Fälschungen sank um 4,3 Prozent, die Schadenssumme um 5,0 Prozent im Vergleich zum Vorhalbjahr.
Banknoten: Weniger Fälschungen, aber mehr 100-Euro-Scheine
Lutz Lienenkämper, im Vorstand der Bundesbank zuständig für Bargeld, betonte: „Es gibt in Deutschland wenig Falschgeld: Rein rechnerisch entfielen sieben falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner und Jahr“.
Während die Fälschungen bei den meisten Stückelungen zurückgingen, stieg die Anzahl falscher 100-Euro-Banknoten. "Zuletzt waren vermehrt falsche 100-Euro-Banknoten im Umlauf. Insgesamt bleibt aber die 50-Euro-Note bei den Fälschungen auf dem unrühmlichen ersten Platz".
Der Anteil schlicht ausgeführter Fälschungen stieg leicht. Neben bekannten Varianten mit Aufdrucken wie "MovieMoney" oder "Prop copy" tauchen zunehmend andere auf, etwa mit Schriftzügen wie "Facsimile" oder "Gecersiz". Diese sind leicht zu erkennen, da sie keine Sicherheitsmerkmale imitieren und bei Prüfung sofort auffallen.
Bei Münzen stieg die Zahl der Fälschungen von rund 59.700 im zweiten Halbjahr 2025 auf rund 64.900 im ersten Halbjahr 2026 – ein Plus von 8,6 Prozent. Rechnerisch kamen damit rund 15 falsche Münzen auf 10.000 Einwohner und Jahr. Betroffen sind ausschließlich die drei höchsten Stückelungen: 50-Cent-, 1-Euro- und vor allem 2-Euro-Münzen.