Das Management von Mercedes-Benz fordert in Verhandlungen mit Betriebsräten offenbar die Einführung einer 38-Stunden-Woche in Deutschland. Damit würden die Beschäftigten drei Stunden pro Woche unbezahlt mehr arbeiten. Bisher sind 35 Wochenstunden üblich.
Verhandlungen unabhängig von Tarifrunden
Unabhängig von den anstehenden Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie verhandelt das Unternehmen mit Betriebsräten über eine Anpassung der Arbeitszeit. Diskutiert wird auch, ob die 38-Stunden-Woche befristet oder dauerhaft gelten soll.
Gleichzeitig erhöht das Management den Druck auf die Arbeitnehmervertretung. Sollte es nicht gelingen, die Arbeitskosten in Deutschland zu senken, würde es weitere Verlagerungen ins Ausland geben, hieß es aus dem Umfeld der Gespräche.
Stellungnahme des Unternehmens
Ein Mercedes-Sprecher teilte auf Anfrage mit, man spreche mit der Arbeitnehmerseite darüber: "wie gemeinsam tragfähige Lösungen gefunden werden können, die die Wettbewerbsfähigkeit stärken".
Die strukturellen Kosten in Deutschland, inklusive der Arbeitskosten, seien im internationalen Vergleich nicht wettbewerbsfähig.