Der Dax blieb am Freitagmittag im roten Bereich und notierte bei rund 25.535 Punkten. Analyst Andreas Lipkow sieht den Markt durch den Hexensabbat und Terminmarktaktivitäten geprägt. Gold stieg, Öl gab nach.
Schwache Stimmung an der Börse
Gegen 12:30 Uhr lag der Leitindex 0,7 Prozent unter dem Vortagesschluss. Besonders betroffen waren die Aktien von Deutsche Telekom, Volkswagen und Mercedes-Benz. Nur die Papiere des Chipkonzerns Infineon widerstanden dem Abwärtstrend.
"Am Hexensabbat halten sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt auffallend zurück", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Der Dax scheint zunächst in einer engen Spanne zwischen 25.500 und 25.650 Punkten festgezurrt. Größere Bewegungen bleiben aus.“
Terminmarkt dominiert den Handelstag
"Eine Ausnahme bilden einmal mehr die KI-Aktien und Unternehmen, die vom weiteren Ausbau der KI-Infrastruktur profitieren. Sie können sich der Lethargie des Gesamtmarktes zumindest teilweise entziehen. Ansonsten haben die Terminmarktteilnehmer das Zepter in der Hand. Der Große Verfall kann den Dax bis zur Xetra-Schlussauktion in engen Bahnen halten, zwischendurch aber immer wieder für größere Ausschläge bei einzelnen Aktien sorgen. Heute gehören die Kassamärkte dem Terminmarkt – fundamentale Nachrichten dürften deshalb zumindest zeitweise nur die zweite Geige spielen."
"Ohnehin liefern die am Morgen veröffentlichten deutschen Erzeugerpreise wenig Argumente für zusätzliche Aktienkäufe. Der stärker als erwartete Preisauftrieb bestätigt zunehmend, dass die lange Phase hoher Energiepreise ihre Spuren in der deutschen Wirtschaft hinterlässt. Sinkende Ölpreise sorgen zwar aktuell für Entlastung, ihre positive Wirkung kommt aber mit Verzögerung in der Wirtschaft an. Die heutigen Erzeugerpreise sind damit noch einmal eine Rechnung für die hohen Energiepreise der vergangenen Monate", so Lipkow.
Entwicklungen an anderen Märkten
Am Devisenmarkt festigte sich der Euro leicht und kostete 1,1483 US-Dollar, während ein Dollar für 0,8709 Euro gehandelt wurde.
Der Goldpreis stieg um ein Prozent auf 4.380 US-Dollar pro Feinunze (122,63 Euro pro Gramm). Der Ölpreis der Sorte Brent sank dagegen auf 103,30 US-Dollar pro Fass, ein Rückgang von 1,5 Prozent.