Der Spitzenverband Fachärzte Deutschland (Spifa) wirft der Bundesregierung vor, bei der Frauengesundheit zu sparen, obwohl öffentlich ein Ausbau der Versorgung gefordert werde. Nach Ansicht des Verbandes gefährdet die geplante Sparpolitik zusätzliche Sprechstunden und Präventionsangebote für Frauen.
Spifa kritisiert Sparpläne der Bundesregierung
Spifa-Vorstandsvorsitzender Dirk Heinrich erklärte der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe): „Es wird seitens der Politik medienwirksam eine bessere Gesundheitsversorgung von Frauen gefordert.“ Zugleich sagte er: „Wahr ist aber: Die Bundesregierung setzt bei der Frauengesundheit den Rotstift an.“
Nach den Worten von Heinrich wolle die Bundesregierung an zusätzlichen Sprechstunden und niedrigschwelligen Präventionsangeboten für Frauen sparen. Wörtlich warnte er in der „Rheinischen Post“: „Schwangerenvorsorge, Impfprävention oder die Krebsfrüherkennung werden damit sehenden Auges geschwächt.“
Verweis auf GKV-Spargesetz
Für eine Stärkung der Gesundheitsversorgung von Frauen müssten nach Einschätzung von Heinrich finanzielle Mittel bereitgestellt werden. Stattdessen werde jedoch, so der Vorstandsvorsitzende des Spifa in der „Rheinischen Post“, mit dem GKV-Spargesetz „der Bundeshaushalt auf Kosten der Frauengesundheit saniert“. Abschließend forderte er mit Blick auf das Parlament: „Es ist nun am Deutschen Bundestag, diesen Widerspruch im Handeln der Bundesregierung noch zu korrigieren.“
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