Polizei gibt Entwarnung – Zugverkehr in Franken unterbrochen
In Treuchtlingen (Mittelfranken) hat ein verdächtiger Gegenstand am Donnerstagvormittag zu einem Großeinsatz der Polizei geführt. Ein Techniker entdeckte gegen 8.30 Uhr ein Objekt im Gleisbett südlich des Bahnhofs, wie der Spiegel berichtet. Ein Entschärferteam der Bundespolizei untersuchte den Fund mit Röntgentechnik und einem Roboter, da der Sprengstoffverdacht zunächst nicht entkräftet werden konnte. Zwischenzeitlich wurden vorsichtshalber einige Gebäude in der Nähe evakuiert, und der Bereich um die Fundstelle wurde weiträumig abgesperrt. Autofahrer wurden aufgefordert, das Gebiet zu meiden. Die Polizei Mittelfranken bestätigte später, dass es sich um eine vorsätzlich platzierte Attrappe handelte, wie t-online.de mitteilt. Sprengstoff wurde nicht gefunden.
Zugverkehr in der Region komplett eingestellt
Der Zugverkehr in der Region kam komplett zum Erliegen. Betroffen waren im Nahverkehr die Regionalbahn 16, der Regionalexpress 16 und der Regionalexpress 60, wie Focus und n-tv übereinstimmend berichten. Die Regionalzüge endeten vorzeitig an geeigneten Bahnhöfen, während ein Ersatzverkehr mit Bussen und Großraumtaxen organisiert wurde. Die Fernverkehrszüge wurden über Ingolstadt umgeleitet. Wann der Zugverkehr wieder normal läuft, war zunächst unklar, da die Kriminalpolizei noch Spuren im Gleisbereich sichern musste.
Treuchtlingen bleibt trotz Sperrung ein Bahnknotenpunkt
Treuchtlingen, eine Stadt mit rund 13.000 Einwohnern, liegt zwischen Nürnberg und Ingolstadt. Obwohl die Stadt ein ehemaliger Bahnknotenpunkt ist, bleibt die Schnellfahrstrecke Nürnberg-Ingolstadt von den Einschränkungen unberührt, sodass die ICE-Verbindungen zwischen München und Nürnberg nicht betroffen waren. Die Polizei hob die Sperrungen für Passanten und Anwohner im Umkreis von etwa 100 Metern um die Fundstelle schrittweise wieder auf.