Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will unbeirrt am Reformkurs der Bundesregierung festhalten. Sie betont den klaren Reformauftrag und fordert Bereitschaft zum Kämpfen.
Reformen als Weg zurück an die Spitze
"Die Bundesregierung hat einen klaren Reformauftrag, den sie erfüllen muss", sagte Reiche der "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe). Man müsse "um noch einmal den Fußball zu bemühen, auf dem Platz stehen bleiben und kämpfen".
Sie sei "überzeugt", dass sich alle Beteiligten in der Koalition des Ernstes der Lage weiterhin bewusst seien. Reformen seien kein Selbstzweck: "Reformen sind ja kein Selbstzweck. Sie beschreiben, wohin wir wollen: zurück an die Spitze Europas durch Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit sowie zu mehr Stolz auf die Leistungen unseres Landes".
Reformen wie ein Fitnessprogramm
Reformen seien wie ein Fitnessprogramm: "Die ersten Schritte sind nach einem langen Winter anstrengend, aber dann geht es kontinuierlich bergauf". Viele Menschen verbinden sie zunächst mit der Sorge, "dass etwas wegfällt oder ihr Einkommen sinkt. Gleichzeitig fürchten sie, dass es ihren Kindern nicht besser gehen könnte als ihnen selbst. Reformen müssen unser konstitutives Generationenversprechen wieder einlösen".
SPD sieht Reformbedarf, Merz stärkt Reiche den Rücken
Die SPD bestreite die Notwendigkeit von Reformen nicht. "Alle wissen, dass die sozialen Sicherungssysteme bis zum Zerreißen gespannt sind, die Lohnnebenkosten den Faktor Arbeit weniger wettbewerbsfähig machen, Bürokratie belastet und hohe Energiepreise ein Problem für unsere Industrie sind".
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) stärkte die Ministerin dabei den Rücken: „Der Bundeskanzler leistet täglich Enormes für unser Land. Es ist wichtig, dass er in Europa und global Führungsstärke zeigt, Verantwortung übernimmt und Veränderungen entschlossen vorantreibt“, sagte Reiche der „Rheinischen Post“.