CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers wirft der Berliner Linken vor, die Wohnungskrise durch Enteignungspläne zu verschärfen. Im Streitgespräch mit Elif Eralp warnte er vor sinkendem Wohnungsbau und steigenden Mieten. Schon die Debatte allein halte Investoren fern.
Warnung vor Folgen für Wohnungsbau und Mieten
Der Wohnungsbau werde zurückgehen, wenn enteignet werde, sagte Evers in der RTL-Sendung "Nachtjournal Spezial". Schon jetzt machten viele Wohnungsunternehmen einen großen Bogen um Berlin, weil allein die Debatte über Enteignungen stattfinde.
Es gebe eine Partei, die womöglich regiere und solche Pläne tatsächlich umsetzen wolle, so Evers. Selbst landeseigene Wohnungsunternehmen würden bereits gefragt, ob Enteignungen in Berlin möglich seien. Das habe Folgen für Immobilienwerte und die Miethöhe im landeseigenen Bestand.
Kooperation mit Privaten nötig
Es entstehe nicht nur keine neue Wohnung, sondern die Debatte verhindere sogar neue Wohnungen und treibe die Mieten, erklärte Evers. Das sei das Gegenteil von dem, was man wolle.
Landeseigene Wohnungsunternehmen kooperierten sehr oft mit privaten Firmen, damit Quartiersentwicklung überhaupt gelinge. Wohnungsbau brauche es in allen Preissegmenten, doch die Hauptverantwortung des Landes gelte dem sozialen Wohnungsbau.