Die EU-Botschafter haben sich auf ein neues, 21. Sanktionspaket gegen Russland verständigt, wie mehrere Medien am Donnerstag übereinstimmend unter Berufung auf Diplomatenkreise berichten. Zentrale Elemente sind ein Einfrieren der Preisobergrenze für russisches Öl sowie eine befristete Ausnahme für den Transfer von Flüssigerdgas in Drittländer, während ursprünglich vorgesehene Fisch-Sanktionen entfallen.
Neues Sanktionspaket mit Fokus auf Energieexporte
Mehrere Medien meldeten am Donnerstag unter Berufung auf Diplomatenkreise, die EU-Botschafter hätten sich auf ein neues Sanktionspaket gegen Russland geeinigt. Demnach umfasst das 21. Sanktionspaket unter anderem ein Einfrieren der Preisobergrenze für russisches Öl für zwölf Monate.
Zusätzlich sieht das Paket eine einjährige Ausnahmegenehmigung vor, die den Transfer von russischem Flüssigerdgas (LNG) in Drittländer erlaubt. Damit wird nach diesen Berichten einer Forderung Griechenlands Rechnung getragen.
Verzicht auf Fisch-Sanktionen
Die ursprünglich geplanten Fisch-Sanktionen sind den Medienberichten zufolge nicht Teil des Pakets. Auch Deutschland hatte im Vorfeld Bedenken geäußert, die Einfuhr von Alaska-Seelachs zu begrenzen.
Weiteres Verfahren in der EU
Nach den übereinstimmenden Medienberichten soll die technische Ausarbeitung des Sanktionspakets nun zügig abgeschlossen werden. Ein schriftliches Verfahren zur Annahme der Maßnahmen wird demnach am Donnerstagnachmittag eingeleitet.