Der Eon-Vorstandschef Leonhard Birnbaum erwartet wegen des Irankriegs weitere Steigerungen der Erdgaspreise. Europa werde seinen Bedarf über den kurzfristigen LNG-Spotmarkt decken müssen, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
Hohe Preise belasten vor allem die Industrie
"Das wird auch in Deutschland und Europa zu hohen Gaspreisen führen, möglicherweise werden wir noch höhere Preise sehen als derzeit", so der Eon-Chef weiter.
Birnbaum hält es für "schwierig, sich vorzustellen, warum Gas in den nächsten zwei Jahren günstig werden sollte." Er erwartet, dass die hohen Gaspreise insbesondere die Industrie treffen werden. "Als Erstes wird die asiatische Industrie den Gasverbrauch drastisch senken, danach die europäische Industrie".
Vollversorgung für Heizsaison zugesichert
Trotz der angespannten Lage an den Energiemärkten sichert Eon die Vollbelieferung seiner Kunden für die bevorstehende Heizsaison zu. "Unsere Erdgaskunden können sich auf uns verlassen".
Man habe sich "nicht nur die notwendigen Mengen gesichert, sondern auch zu fix vereinbarten Preisen eingekauft." Bis Jahresende werde es zudem keine Preiserhöhungen für Eon-Kunden geben.