Ein mit dem Ebolavirus infizierter US-Staatsbürger ist nach erfolgreicher Behandlung an der Charite in Berlin aus der medizinischen Betreuung entlassen worden. Nach Aufhebung der Isolationsanordnung befindet sich der Patient nach Angaben der Klinik in gutem Gesundheitszustand. Die Infektion mit dem Bundibugyo-Ebolavirus war Ende Mai diagnostiziert worden und hatte eine stationäre Behandlung auf der Sonderisolierstation erforderlich gemacht.
Behandlung auf Sonderisolierstation der Charite
Die Charite teilte am Samstag mit, dass der Patient nach Aufhebung der Isolationsanordnung nun in gutem Gesundheitszustand sei. Die Infektion mit dem Bundibugyo-Ebolavirus war am 20. Mai diagnostiziert worden, woraufhin der Patient auf die Sonderisolierstation der Charite aufgenommen wurde.
Den Angaben der Charite zufolge waren die Symptome der Ebola-Infektion zu Beginn der Behandlung stark ausgeprägt. Unter der kombinierten antiviralen Therapie und weiteren medizinischen Maßnahmen bildeten sie sich jedoch bereits in der ersten Woche deutlich zurück. Seit dem 30. Mai konnte in den Kontrolluntersuchungen kein Virus mehr nachgewiesen werden.
Das zuständige Gesundheitsamt hob die Isolationsanordnung auf, nachdem der Patient mehr als 72 Stunden symptomfrei war und wiederholt negative PCR-Tests vorlagen, hieß es weiter.
Quarantäne für Familienangehörige aufgehoben
Auch die fünf Familienangehörigen des Patienten, die als Hochrisikokontakte galten, wurden in der Charite in Quarantäne gehalten. Während des gesamten Beobachtungszeitraums traten bei ihnen keine Symptome auf, und Laboruntersuchungen ergaben keinen Nachweis des Virus. Die Quarantäneanordnung für die Familie wurde nach 21 Tagen aufgehoben, so die Charite.
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