Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch hat die Sparpläne von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) scharf kritisiert. Vor allem Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss sowie mögliche Einschnitte in der Kinder- und Jugendhilfe seien aus seiner Sicht der falsche Weg. Besonders hart träfen die Pläne alleinerziehende Elternteile und ihre Kinder, warnte Schuch in der "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe).
Kritik an Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss
Rüdiger Schuch
„Sie treffen Menschen, die ohnehin schwer belastet sind“, so Schuch in der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). Er wendet sich damit gegen die von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) geplanten Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss.
Warnung vor Folgen in der Kinder- und Jugendhilfe
Mit Blick auf Reformpläne bei der Kinder- und Jugendhilfe äußerte Schuch in der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe) zudem grundsätzliche Bedenken. „Es besteht die Gefahr, dass aus handhabbaren Krisen hochkomplexe Hilfeverläufe entstehen – mit teuren Folgekosten für die gesamte Gesellschaft.“ Prävention und Kinderschutz müssten das oberste Ziel sein, betonte er.
Die Diakonie halte am Weg einer am Einzelfall orientierten, bedarfsgerechten und für die Betroffenen passgenauen Leistung fest. „Für uns steht der Mensch als Individuum im Mittelpunkt“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe).
Mehr Gruppenangebote statt individueller Hilfen
Prien will den Unterhaltsvorschuss kürzen und in der Kinder- und Jugendhilfe stärker auf Gruppenangebote als auf individuelle Hilfen setzen. Gerade mögliche Einschnitte bei der Schulbegleitung sorgen dabei für heftige Kritik.
