Das Deutschlandticket könnte im nächsten Jahr um 3,40 Euro teurer werden. Aktuell liegt der Preis bei 63 Euro monatlich. Berechnungen des Fachdienstes „Tagesspiegel Background“ liegen den Angaben zugrunde.
Preisindex als Grundlage für die Erhöhung
Die Verkehrsminister hatten im Frühjahr einen Preisindex beschlossen, um den politischen Streit um die Höhe des Tickets zu beenden. Dieser setzt sich aus einem Kostenindex – mit Faktoren wie Personal- und Energiekosten – und einem Wertfaktor zusammen. Letzterer soll ausgleichen, dass die Zuschüsse von Bund und Ländern gedeckelt sind und nicht an die Kostenentwicklung angepasst werden.
Die Ampel-Regierung führte das Deutschlandticket am 1. Mai 2023 für 49 Euro ein. Schon bald gab es Streit über die Finanzierung. Der Preis stieg im Januar 2025 auf 58 Euro, ein Jahr später auf 63 Euro. Bund und Länder hatten zuvor eine Erhöhung ihres Finanzierungsanteils von jeweils 1,5 Milliarden Euro abgelehnt. Der Bund will seine Beteiligung bis 2030 stabil halten.
Der Preisindex und der sich daraus ergebende Ticketpreis sollen jährlich bis zum 30. September an Verkehrsunternehmen sowie Bund und Länder übermittelt werden. Ab 2028 könnte der Preis weniger stark steigen, falls mehr Tickets verkauft werden als bisher. Ein Dämpfungsfaktor soll dies ermöglichen, greift aber erst bei der Berechnung für das kommende Jahr. Aktuell nutzen mehr als 14 Millionen Menschen das Abo.