Der Dax schloss am Donnerstag mit 26.003 Punkten leicht im Plus. Antrieb kam von positiven Signalen aus den USA, während europäische Konjunkturdaten gemischt ausfielen.
US-Daten und Yen-Bewegungen im Fokus
Grüne Vorzeichen an der Wall Street zu Handelsbeginn beflügelten die Stimmung, da Anleger offenbar auf gute Arbeitsmarktdaten hofften, die am Freitag erwartet werden. Die US-Arbeitsmarktdaten und die Handelsbilanz fielen leicht besser als prognostiziert aus und trieben die Kurse in den USA nach oben.
"Aussagen des US-Notenbankmitglieds Waller stützen zusätzlich", sagte Andreas Lipkow von CMC Markets. Christopher Waller, Mitglied der US-Notenbank, plädiert für eine Zinspause im September, da eine Revision der Teuerungsrate durch die Neuberechnung des PCE-Deflators bevorsteht.
Europas Wirtschaft bleibt heterogen
Die am Donnerstag veröffentlichten europäischen Einkaufsmanagerindizes zeigten eine uneinheitliche Entwicklung. In Deutschland hält der Aufwärtstrend an, doch der Sprung in die Expansionsphase ist der Wirtschaft noch nicht gelungen.
Ein Dämpfer waren die Erzeugerpreise, deren Anstieg jeweils 0,2 Prozentpunkte höher ausfiel als befürchtet. Lipkow deutete dies als Folge der gestiegenen Energiepreise.
Yen-Schwäche und Carry-Trades
Aufsehen erregten die Bewegungen des japanischen Yen gegenüber US-Dollar und Euro. Investoren erinnerten sich an Turbulenzen vor zwei Jahren, als Interventionen und eine Zinserhöhung der Bank of Japan die Finanzmärkte erschütterten. Der Yen wird häufig für Carry-Trades genutzt, bei denen Anleger sich in der Währung verschulden, um in US- oder europäische Anlagen zu investieren.
Der Euro notierte am Donnerstagnachmittag etwas fester als am Vortag: Ein Euro kostete 1,1624 US-Dollar, ein Dollar war für 0,8603 Euro zu haben.