Der Dax ist am Dienstag mit Verlusten in den Handel gestartet. Belastet wurde die Stimmung von hohen Energiepreisen, schwächeren Vorgaben aus Asien und anstehenden Konjunkturdaten aus den USA. Im Fokus standen zudem Quartalszahlen großer deutscher Konzerne sowie deutliche Anstiege beim Ölpreis und eine schwächere Gemeinschaftswährung.
Dax startet mit Minus in den Handel
Kurz nach 9:30 Uhr standen 24.164 Punkte auf der Anzeigetafel im Frankfurter Börsensaal, das waren 0,8 Prozent weniger als am Montagnachmittag. An der Spitze der Kursliste rangierten die Papiere von Bayer, der Deutschen Börse und GEA, am Ende die Aktien von Infineon, Zalando und Münchener Rück.
Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, sprach von einer zunehmend schwierigen Lage für optimistische Anleger. „So langsam gehen den Optimisten am Aktienmarkt die Argumente aus“, kommentierte Lipkow laut CMC Markets. „Die Energiepreise bleiben hoch, die Rallye im Halbleiterbereich erreicht eine sehr reife Phase und die heutigen Daten aus den USA könnten die Inflationssorgen im Markt bestätigen.“
Gewinnmitnahmen in Asien und Fokus auf Quartalszahlen
In Asien habe sich diese Ausgangslage teilweise in ausgeprägteren Gewinnmitnahmen gezeigt, erklärte der Analyst von CMC Markets. „Speziell bei den gut gelaufenen Halbleiterwerten haben die Investoren auf die Pausentaste gedrückt und Positionen reduziert.“
In Frankfurt stehen die Quartalszahlen der Münchener Rück und von Bayer im Fokus. „Letztere wurden gut aufgenommen, wobei das Glyphosat-Desaster weiter als Damoklesschwert über dem Unternehmen schwebt“, so Lipkow laut CMC Markets. „Die Zahlen des Rückversicherers liegen leicht unter den Erwartungen.“
Der heutige Handelstag dürfte vom ZEW-Index, aber vor allem von den am Nachmittag veröffentlichten US-Verbraucherpreisen geprägt werden, erklärte der Marktanalyst von CMC Markets. „Die Quartalsberichtssaison flacht langsam ab und die makroökonomischen Daten schieben sich wieder in den Vordergrund.“
Schwächerer Euro und deutlich steigender Ölpreis
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagmorgen schwächer: Ein Euro kostete 1,1749 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8511 Euro zu haben.
Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 106,50 US-Dollar, das waren 2,1 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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