Der Dax hat zum Wochenausklang kräftig zugelegt und ist deutlich im Plus aus dem Handel gegangen. Getrieben wurde die Aufwärtsbewegung vor allem von der Aussicht auf eine Aussetzung der Blockade der Straße von Hormus und sinkenden Energiepreisen. Während die meisten Dax-Werte von der Entwicklung profitierten, gab es auch einzelne Verlierer. Gleichzeitig gaben Öl- und Gaspreise spürbar nach, der Euro legte leicht zu.
Deutlicher Kursanstieg im Dax
Zum Ende des Xetra-Handels wurde der Dax am Freitag mit 24.702 Punkten berechnet, was einem Plus von 2,3 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss entspricht. Nach anfänglicher Zurückhaltung baute der Index im Verlauf des Vormittags seine Zugewinne aus. Angesichts der Ankündigung des Irans, die Blockade der Straße von Hormus auszusetzen, sprang der Dax schließlich um über 300 Punkte nach oben.
Die Passage der Meerenge soll den Angaben zufolge während des Waffenstillstands im Libanon möglich sein. Fraglich bleibt allerdings, ob die Schifffahrt angesichts der Schwierigkeiten, den Transport von Gütern in der Straße von Hormus zu versichern, innerhalb von nur zehn Tagen wieder aufgenommen werden kann. Die Hoffnung von Anlegern dürfte auch sein, dass die Feuerpause verlängert werden kann oder gar in einem Abkommen mündet.
Gewinner und Verlierer im Leitindex
Der Großteil der Dax-Werte konnte am Freitag profitieren. Am stärksten zogen die Papiere von MTU, Infineon und Continental an. Entgegen dem Trend rangierten die Aktien von Eon, Brenntag und RWE am Tabellenende im roten Bereich.
Rückgang bei Energiepreisen und festerer Euro
Der Ölpreis sank stark. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 88,73 US-Dollar, das waren 1.066 Cent oder 10,7 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Auch der Gaspreis fiel deutlich. Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Mai kostete 38 Euro und damit neun Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund acht bis elf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag etwas stärker. Ein Euro kostete 1,1804 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8472 Euro zu haben.
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