Der Dax hat am Mittwochvormittag seine Verluste ausgeweitet und ist deutlich unter die Marke von 25.000 Punkten gefallen. Auslöser sind laut Marktbeobachtern die Aufkündigung der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran sowie wieder aufflammende Inflationssorgen. Während die meisten Dax-Werte unter Druck geraten, profitieren einzelne Energietitel von einem kräftig anziehenden Ölpreis.
Dax rutscht deutlich ins Minus
Am Mittwochmittag notierte der Dax nach einem bereits schwachen Start weiter im Minus. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.885 Punkten berechnet, was einem Rückgang von 2,3 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag entspricht.
Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst CMC Markets, verwies auf die geopolitische Lage als wesentlichen Belastungsfaktor für die Börse. „Mit der Aufkündigung der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran schalten die Anleger langsam in den Panikmodus, denn mit den Worten von US-Präsident Trump kommen unangenehme Erinnerungen zurück“, sagte Lipkow laut CMC Markets.
Energiewerte trotzen Abwärtstrend
Parallel zum Kursrutsch am Aktienmarkt ist der Ölpreis deutlich gestiegen. „Die Ölpreise reagieren entsprechend und springen aus ihrem wochenlangen Abwärtstrend nach oben“, so Lipkow. Im Dax konnten nach seinen Angaben nur wenige Werte dem Abwärtssog entkommen: „Und im Dax landen zur Stunde 36 der 40 Unternehmen auf der Verliererseite. Lediglich die Aktien von Eon, RWE, Brenntag und BASF als Profiteure steigender Energiepreise können sich dem Abwärtssog des Index unter 25.000 Punkten entziehen.“
Deutlich unter Druck standen dagegen Finanz- und Immobilienwerte. „Unter starken Verkaufsdruck gerieten die Banken und Immobilienwerte. Wieder steigende Inflationssorgen lassen die Zinserhöhungserwartungen aufleben. Die geopolitische Unsicherheit hat die internationalen Finanzmärkte wieder fest im Griff. Die Kursrekorde aus den vergangenen Tagen geraten somit zunächst außerhalb der Sichtweite“, sagte Lipkow.
Euro etwas fester, Ölpreis zieht an
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Mittwochmittag etwas fester. Ein Euro kostete 1,1412 US-Dollar, ein Dollar war entsprechend für 0,8763 Euro zu haben.
Der Ölpreis legte zugleich kräftig zu. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 78,28 US-Dollar, das waren 5,6 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
