Der Dax hat am Dienstag nachgegeben und ist unter die Marke von 25.000 Punkten gefallen. Zum Xetra-Handelsschluss notierte der Leitindex bei 24.894 Punkten und damit um 1,0 Prozent niedriger als am Vortag. Belastet wurde die Stimmung an den Märkten unter anderem von enttäuschenden Unternehmenszahlen, schwachen Konjunkturdaten und Sorgen um den Nahost-Konflikt.
Dax rutscht unter 25.000 Punkte
Nach einem schwachen Start in den Handelstag konnte der Dax im Verlauf einen Teil seiner Verluste wieder aufholen. Dennoch blieb der Index zum Handelsschluss klar im Minus.
Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, sprach von einer Eintrübung der charttechnischen Lage: „Auch wenn sich der Dax heute von seinen Tagestiefs etwas erholen konnte, hat sich das technische Bild mit dem erneuten Abprall an der 25.000er-Marke verschlechtert“, kommentierte Lipkow laut CMC Markets.
Belastungsfaktoren: Quartalszahlen, Konjunkturdaten und Nahost
Aus fundamentaler Sicht verwies Lipkow insbesondere auf neue Unternehmens- und Konjunkturdaten. „Für Enttäuschung aus fundamentaler Sicht sorgten heute die mauen Quartalszahlen des Chemiegroßhändlers Brenntag und die schwächer als erwarteten deutschen Einkaufsmanagerindizes. Das Licht am Ende des deutschen Konjunkturtunnels scheint weiter entfernt zu sein, als sich das viele Investoren wünschen“, sagte der Analyst laut CMC Markets.
Mit Blick auf die geopolitische Lage im Nahen Osten sieht Lipkow derzeit keinen zusätzlichen positiven Impuls für die Kurse. Eine mögliche Entspannung sei bereits eingepreist. „Gleichzeitig besteht das Risiko, dass während der vereinbarten Verhandlungszeit von 60 Tagen schon der kleinste Zwischenfall im Nahen Osten zu einer erneuten Eskalation führt. Die Gemengelage gleicht einem Pulverfass mit sehr kurzer Lunte“, erklärte er laut CMC Markets.
Technologiewerte unter Druck – Ölpreis sinkt, Gaspreis steigt leicht
Zusätzlich belasteten Korrekturen bei Technologiewerten die Börsen. Lipkow verwies auf deutliche Kursverluste: „Allein die Aktien von SpaceX haben in den vergangenen Handelstagen 35 Prozent verloren und damit rund 600 Milliarden Dollar vernichtet. Mit dem Kursrutsch nehmen auch die Zweifel an den derzeitigen Bewertungsständen bei vielen Halbleiter- und Technologieunternehmen wieder zu. Die Quartalszahlen von Micron Technology nach US-Börsenschluss werden diese entweder befeuern oder auflösen“, so der Analyst laut CMC Markets.
Im Dax zählten die Papiere von Airbus und SAP bis kurz vor Handelsschluss zu den stärksten Werten. Am Ende der Kursliste standen die Aktien von Hochtief, Vonovia, Siemens Energy und Infineon.
Am Energiemarkt legte der Gaspreis leicht zu. Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Juli kostete 42 Euro. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund neun bis elf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.
Der Ölpreis entwickelte sich dagegen rückläufig. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 77,14 US-Dollar, 76 Cent oder 1,0 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Auch die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich schwächer. Am Dienstagnachmittag wurde ein Euro mit 1,1382 US-Dollar gehandelt, ein Dollar war dementsprechend für 0,8786 Euro zu haben.
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