Der Dax hat am Donnerstag nach einem freundlichen Handelsstart bis zum Mittag einen Teil seiner anfänglichen Gewinne wieder abgegeben. Gegen 12:30 Uhr notierte der Leitindex bei rund 24.950 Punkten und lag damit 0,2 Prozent über dem Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste standen Hochtief, Siemens Energy und Siemens, während unter anderem Rheinmetall, Deutsche Börse und Telekom Verluste verzeichneten.
Relative Gelassenheit an den Märkten
An den meisten Handelsplätzen und auch auf dem Frankfurter Börsenparkett herrscht laut Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, trotz der jüngsten Eskalation im Nahen Osten weiterhin Zurückhaltung. „Noch herrscht an den meisten Handelsplätzen und auch auf dem Frankfurter Börsenparkett relative Gelassenheit gegenüber der jüngsten Eskalation im Nahen Osten“, sagte Lipkow laut CMC Markets.
Die Marktteilnehmer fokussieren sich nach seinen Angaben stärker auf bestimmte Sektoren. „Die Anleger konzentrieren sich stattdessen auf die vermeintlichen Dauerläufer aus dem KI- und Halbleitersektor. Gesucht sind die Profiteure der enormen Investitionen in diesem Bereich. Zusätzlich stehen defensive Branchen wie Pharma und Finanzwerte im Fokus des Kaufinteresses“, so Lipkow.
Hoffnung durch Handelsbilanz
Impulse kommen nach Einschätzung des Marktanalysten auch von den Außenhandelszahlen. „Ein weiterer Hoffnungsschimmer für die deutsche Wirtschaft kam heute in Form der Handelsbilanz. Bei den Exporten deutet sich eine Stabilisierung an, die direkt auf die zyklischen Auto- und Maschinenbauer sowie die Chemiebranche abstrahlt. Die negativen Effekte aus den steigenden Energiepreisen werden so kurzfristig überlagert“, sagte Lipkow. „Mittel- bis langfristig allerdings muss die Frage nach einer Erfüllung der Hoffnung auf eine nachhaltige Konjunkturerholung in Deutschland von den geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten beantwortet werden“, so Lipkow laut CMC Markets.
Euro, Gold und Öl im Plus
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Donnerstagnachmittag etwas fester: Ein Euro kostete 1,1428 US-Dollar, ein Dollar war entsprechend für 0,8750 Euro zu haben.
Der Goldpreis legte ebenfalls zu. Am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.105 US-Dollar gezahlt, was einem Plus von 0,7 Prozent entspricht. Umgerechnet ergibt sich daraus ein Preis von 115,48 Euro pro Gramm.
Auch der Ölpreis zog an. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 78,26 US-Dollar. Das waren 24 Cent oder 0,3 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
