Der Dax hielt sich am 14. August 2026 nach einem positiven Start bis zum Mittag im grünen Bereich. Gegen 12:30 Uhr notierte der Leitindex bei rund 26.480 Punkten, 0,7 Prozent über dem Vortagesschluss. SAP führte die Kursliste an.
SAP profitiert von Übernahmegerüchten
Der Softwarekonzern SAP könnte von Spekulationen über eine mögliche Übernahme des US-Anbieters Workday durch den Finanzinvestor Silver Lake profitieren. Die Meldungen belebten die Stimmung im gesamten Software-Sektor.
"Die Lage im Nahen Osten bleibt unverändert angespannt, und so arrangieren sich die Investoren mit den höheren Energiepreisen".
Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, ordnete die aktuelle Marktlage ein. „Die jüngsten Erzeuger- und Verbraucherpreise aus den USA haben keine Inflationsdynamik angezeigt. Allerdings wurden die Daten auch noch in einer Phase fallender Benzinpreise erhoben.“
US-Daten und globale Einflüsse
"Auch der US-Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin robust, aber nicht angespannt. Die Zahlen nehmen den Investoren die Angst vor Zinserhöhungen und geben der Notenbank Spielraum zum Abwarten. Der Markt antizipiert dies und nimmt die Wahrscheinlichkeit für eine geldpolitische Straffung im September weiter zurück. Man könnte schon fast vom berühmten Goldlöckchen-Szenario sprechen, wäre da nicht der Konflikt in Nahost mit seinen direkten Auswirkungen auf die Energiepreise und damit auf die Weltkonjunktur. Diese Kröte müssen die Anleger derzeit zwangsläufig schlucken."
"In Asien bleibt der Boom bei den Technologieaktien ungebrochen und die Indizes in Japan und Südkorea gehen mit erneuten Kursgewinnen ins Wochenende. Für den Handel in Europa dürfte sich ein eher seitwärts gerichteter Handel abzeichnen. Die Impulse werden weniger und es gibt nur wenige technologielastige Sektoren in den europäischen Leitindizes."
"Deshalb fokussieren sich auch die Anleger im Dax verstärkt auf die defensiven Titel und halten so den Index auf hohem Niveau. Insgesamt zeichnet sich in Frankfurt vor dem Wochenende ein ruhiger Handel ab, der weiterhin von einem geringen Volumen begleitet werden dürfte".
Am Freitagnachmittag war der Euro stärker: Ein Euro kostete 1,1555 US-Dollar, ein Dollar entsprechend 0,8654 Euro. Der Goldpreis blieb mit 4.352 US-Dollar pro Feinunze (121,08 Euro pro Gramm) unverändert.
Der Ölpreis der Nordsee-Sorte Brent stieg leicht auf 87,18 US-Dollar pro Fass, 11 Cent oder 0,1 Prozent mehr als am Vortag.