IG BCE und der Arbeitgeberverband BAVC haben sich in den Tarifverhandlungen für die Chemie- und Pharmabranche auf einen neuen Abschluss geeinigt. Die Vereinbarung sieht eine längere Phase stabiler Entgelte, gestaffelte Erhöhungen ab 2027 sowie Maßnahmen zur Stabilisierung der Branche vor. Der Tarifvertrag soll bis Ende Mai 2028 gelten und wird von beiden Seiten als Beitrag zu Planungssicherheit und Transformation bewertet.
Lange Laufzeit und gestaffelte Entgelterhöhungen
In den Tarifverhandlungen für die Chemie- und Pharmabranche haben die Branchengewerkschaft IG BCE und der Arbeitgeberverband BAVC eine Einigung erzielt. Das teilten beide Seiten am Mittwoch mit. Von März bis Dezember 2026 bleiben die Tarifentgelte demnach unverändert, bevor ab Januar 2027 eine Entgelterhöhung von 2,1 Prozent und ab Januar 2028 eine weitere Erhöhung um 2,4 Prozent in Kraft tritt. Die Vereinbarung hat eine Laufzeit von 27 Monaten bis Ende Mai 2028. Sie umfasst auch Maßnahmen zur Stabilisierung der Branche, darunter die Weiterentwicklung des Demografie-Tarifvertrags zu einem Transformations-Tarifvertrag.
Aussagen der Arbeitgeberseite
BAVC-Verhandlungsführer Matthias Bürk sagte, dass der Tarifabschluss den Unternehmen „die dringend benötigte Entlastung“ bringe. „Dauerhaft mehr zahlen die Arbeitgeber erst ab 2027 – und das zu krisengerechten Konditionen.“ Die lange Laufzeit gebe den Unternehmen ein hohes Maß an Planungssicherheit. „Zugleich betreten wir tarifpolitisches Neuland mit unserem Transformations-Tarifvertrag.“
Option für frühere Erhöhungen
Unternehmen, die nicht wesentlich von der Krise betroffen sind, können die Tariferhöhungen laut Einigung um drei Monate vorziehen. In diesem Fall beraten zunächst die Betriebsparteien über die Nutzung dieser Option. Die abschließende Entscheidung trifft der Arbeitgeber.
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