Volkswagen rechnet damit, Anfang der 2030er-Jahre Elektroautos mit extrem kurzen Ladezeiten für den Massenmarkt anbieten zu können. Hintergrund sind technologische Fortschritte beim Schnellladen von Batterien, die bislang vor allem in Laborumgebungen oder im Premiumsegment möglich sind. Gleichzeitig beobachtet der Konzern nach eigenen Angaben eine deutlich steigende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen, insbesondere in Deutschland.
VW stellt Ladeziele für Massenmarkt in Aussicht
VW-Vertriebschef Martin Sander sagte dem Podcast „Vorangedacht“ des Nachrichtenportals „T-Online“, man gehe davon aus, Elektroautos mit extrem kurzen Ladezeiten für den Massenmarkt Anfang der 2030er-Jahre anbieten zu können. „Im Labor können wir das heute schon“, sagte Sander in dem Podcast „Vorangedacht“ von „T-Online“. „Zu einem sehr hohen Preis für eine sehr exklusive Anzahl an Kunden werden wir das sehr bald können.“ Volkswagen wolle jedoch Fahrzeuge anbieten, die für viele Kunden interessant und erschwinglich seien.
Mit Blick auf besonders schnelles Laden formulierte Sander zugleich Erwartungen und Einschränkungen. Da werde das Thema „Fünf Minuten von 10 auf 80 Prozent“ möglicherweise noch ein bisschen dauern, sagte der VW-Manager im Gespräch mit „T-Online“. Auf die Frage nach einem konkreten Zeitraum sagte Sander: „So Richtung Anfang des nächsten Jahrzehnts, wenn ich mich jetzt festlegen soll.“
China-Konkurrent BYD mit Schnelllade-Offensive
Der chinesische Hersteller BYD hatte kürzlich mit der „Flash-Charging-Revolution in Europa“ Schlagzeilen gemacht. Laut diesen Ankündigungen lassen sich die Akkus der E-Autos des Unternehmens mit neuen, megawattstarken Ladestationen binnen fünf Minuten von 10 auf 70 Prozent laden. In neun Minuten soll es von 10 auf 97 Prozent funktionieren.
„Tipping Point“ bei der Nachfrage nach Elektroautos
VW-Manager Sander sieht den Wendepunkt bei der Nachfrage nach Elektroautos nun erreicht. „Wir sind fast ein bisschen überrascht von der sehr starken Nachfrage nach Elektrofahrzeugen“, die das Unternehmen derzeit vor allem in Deutschland beobachte, sagte er dem Podcast „Vorangedacht“ von „T-Online“. Neben der Kaufprämie spiele dabei nach seinen Worten auch das Signal der Bundesregierung eine Rolle, dass Elektromobilität wichtig sei.
Zudem erreiche die Technologie nun den „Tipping Point“. Immer mehr Menschen machten positive Erfahrungen mit Elektroautos und trügen diese weiter, sagte Sander im Gespräch mit „T-Online“. „Kaum jemand, der mal in einem Elektroauto gefahren ist, will wieder zurück zu einem Verbrenner“, sagte Sander.
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