Der CDU-Wirtschaftsrat hat die Pläne der EU-Kommission zur Reform des Emissionshandelssystems ETS scharf kritisiert. Präsidentin Astrid Hamker fordert, die Einnahmen aus dem Emissionshandel konsequent für die Finanzierung der Transformation in den Unternehmen zu verwenden. Sie lehnt eine aus ihrer Sicht zweckentfremdete Nutzung der Mittel zur Haushaltsfinanzierung ab und sieht ansonsten Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit gefährdet.
Wirtschaftsrat fordert klare Zweckbindung der ETS-Einnahmen
Die Einnahmen aus dem Emissionshandel müssten konsequent dorthin zurückfließen, wo die Transformation finanziert werde: in die Unternehmen, sagte die Präsidentin des Wirtschaftsrates, Astrid Hamker, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Dass Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) die Einnahmen aus dem ETS nun zunehmend zum Stopfen von Haushaltslöchern verwende, was einer Zweckentfremdung der Mittel entsprechen würde, lehne der Wirtschaftsrat entschieden ab, ergänzte sie.
Kritik an EU-Plänen und Kurs der Bundesregierung
Brüssel will seine Reform des Emission Trading System (ETS) am Freitag öffentlich vorstellen. Die Pläne sehen offenbar unter anderem auch eine freiere Verwendung der ETS-Einnahmen vor. Das Bundeskabinett wiederum hatte kürzlich beschlossen, Geld aus dem CO2-Handel nicht wie bisher üblich komplett dem „Klima- und Transformationsfonds“ (KTF) zuzuführen, sondern teilweise zur Finanzierung des Kernhaushalts einzusetzen.
Emissionshandel als Instrument für Klimaschutz und Innovation
„Wer Betriebe mit steigenden CO2-Kosten belastet, sollte ihnen die daraus erzielten Einnahmen auch für Investitionen in klimaneutrale Produktionsverfahren und innovative Technologien zur Verfügung stellen“, sagte Hamker „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Nur so stärke der Emissionshandel gleichermaßen Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit.
