Die CSU spricht sich klar gegen eine Lockerung des Verbots von Leihmutterschaft in Deutschland aus und sieht keinen Anlass für eine Änderung der bestehenden Regelungen. Auch in der CDU gibt es nach Angaben aus der Unionsfraktion keine interne Debatte über eine Neuregelung. Anlass der Diskussion ist die Geburt eines Kindes von Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) und seinem Ehemann mithilfe einer Leihmutter in den USA.
CSU beharrt auf Verbot von Leihmutterschaft
CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann bekräftigte im Gespräch mit dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ die ablehnende Haltung seiner Partei zu Leihmutterschaften. „Die gesetzlichen Regelungen zum Thema Leihmutterschaft in Deutschland sind gut begründet“, sagte Hoffmann dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Es besteht dort kein Änderungsbedarf.“
Auch aus der CDU kommen derzeit keine Signale für eine Veränderung der geltenden Rechtslage. Aus der Unionsfraktion hieß es, es gebe intern keine Debatte zur Änderung der aktuellen Gesetzesregelung. CDU und CSU haben sich bislang klar gegen Leihmutterschaften positioniert.
Spahn in der Kritik nach Elternschaft in den USA
Hintergrund der aktuellen Diskussion ist, dass Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) und sein Ehemann mithilfe einer Leihmutter in den USA Eltern geworden sind. In Deutschland ist Leihmutterschaft verboten. Spahn steht in der Kritik, weil er das deutsche Verbot mit der Auslandslösung umgangen und gegen die politische Linie der Union gehandelt hat. Auch Spahn hatte sich in der Vergangenheit gegen Leihmutterschaften ausgesprochen.
Mit Blick auf seinen Kollegen an der Fraktionsspitze sagte Hoffmann: „Ich wünsche Jens Spahn und seiner Familie alles Gute und Gottes Segen.“
