Daniel Peters, Spitzenkandidat der CDU für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, verlangt von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) einen Kurswechsel im Wahlkampf. Er reagiert damit auf das Ergebnis der Wahl in Sachsen-Anhalt.
Polarisierung nutze nur der AfD
Peters erklärte der "Welt", eine zentrale Erkenntnis sei, dass "die zunehmende Polarisierung", wie sie auch in Mecklenburg-Vorpommern "vor allem von Schwesig" betrieben werde, am Ende nur der AfD zugutekomme. Statt sich ständig auf Bundespolitik oder die Verhinderung der AfD zu konzentrieren, solle man wieder stärker über Themen sprechen, die die Menschen im Land konkret bewegten.
Unzufriedenheit und ländliche Regionen
Als Gründe für das schlechte Abschneiden der Union in Sachsen-Anhalt nannte Peters eine große Unzufriedenheit mit der Politik insgesamt sowie das Bild, das die Bundesregierung derzeit abgibt. Zudem fühlten sich viele Menschen, besonders in Ostdeutschland und den ländlichen Regionen, nicht ausreichend wahrgenommen.
Peters sagte: "Wir haben in den vergangenen Jahren oft zu sehr auf die Metropolen geschaut und zu wenig auf die Lebensrealität der Menschen im ländlichen Raum. Wir haben viele Menschen im Stich gelassen. Das schafft Frust und öffnet der AfD Türen."
Keine Zusammenarbeit mit der AfD
Peters bekräftigte seine Ablehnung einer Zusammenarbeit mit der AfD. Diese vertrete in zentralen Fragen Positionen, die mit den Grundüberzeugungen der CDU nicht vereinbar seien. Sie stehe für einen russlandfreundlichen Kurs, wolle aus der Europäischen Union austreten und stelle nicht nur außenpolitisch alle Grundsätze der Union infrage. Eine Zusammenarbeit mit dieser Partei komme für ihn daher nicht infrage.