Die Bundesregierung reagiert mit Sorge auf den jüngsten Raketentest von einem chinesischen Atom-U-Boot im Südpazifik. Das Auswärtige Amt verweist auf die wachsende sicherheitspolitische Bedeutung des Indopazifik für Deutschland und Europa und mahnt China zu mehr Transparenz und Verantwortung.
Berlin warnt vor zunehmenden militärischen Aktivitäten Chinas
Ein Sprecher des Auswärtigen Amts äußerte sich am Dienstag gegenüber der dts Nachrichtenagentur besorgt über die Entwicklung. Man sehe es grundsätzlich mit Sorge, „dass chinesische Drohgebärden und militärische Aktivitäten in der Region als Ganzes zunehmen“, sagte der Sprecher der dts Nachrichtenagentur. Frieden und Sicherheit im Indopazifik seien demnach für deutsche, aber auch für europäische Interessen zentral.
Der Sprecher verwies zugleich auf die besondere Rolle Pekings im internationalen System. „Und China trägt eine besondere Verantwortung für Frieden und Stabilität in der Region, auch als ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats“, sagte er der dts Nachrichtenagentur. In diesem Zusammenhang betrachte man Chinas „massive und teils auch intransparente Aufrüstung mit großer Sorge“.
Forderung nach Transparenz und Rüstungskontrolle
Der Sprecher des Auswärtigen Amts erklärte weiter, dass die Bundesregierung Peking bereits mehrfach zu mehr Offenheit im Rüstungsbereich aufgefordert habe. Man habe China wiederholt aufgefordert, sich internationalen Rüstungskontrollen zu öffnen. „Ein Engagement im Bereich Risikoreduzierung, Dialog und Transparenz wären wichtige Schritte in diese Richtung“, sagte der Sprecher der dts Nachrichtenagentur.
Raketentest sorgt international für Kritik
China hatte am Montag im Pazifik eine Langstreckenrakete von einem Atom-U-Boot gestartet. Der Test löste laut dts Nachrichtenagentur unter anderem in Japan, Australien und Neuseeland scharfe Kritik aus.
