Die Bundesregierung will sich nicht in mögliche Fifa-Pläne einmischen, Anteile an künftigen Fußball-Weltmeisterschaften an Investoren zu verkaufen. Stellvertretender Regierungssprecher Steffen Meyer betonte die Autonomie des Sports.
Erwartungen an Zugänglichkeit und gesellschaftliche Wirkung
Steffen Meyer, stellvertretender Regierungssprecher, formulierte im Namen der Bundesregierung Erwartungen an die Fifa. Sport habe eine herausragende gesellschaftliche Bedeutung, sagte er. Trotz wirtschaftlicher Interessen müsse sichergestellt bleiben, dass große Sportereignisse für die Fans zugänglich bleiben und eine gesellschaftliche sowie verbindende Wirkung erhalten. Aus Sicht der Bundesregierung seien Breitenwirkung, Bezahlbarkeit und Zugang zum Sport entscheidend.
Zu möglichen Auswirkungen eines Investoreneinstiegs auf künftige deutsche WM-Bewerbungen oder steuerliche Fragen wollte sich die Bundesregierung nicht äußern. Für die letzte WM in Deutschland hatte sie der Fifa erhebliche Steuerermäßigungen gewährt. Doch wenn private Investoren unter den Veranstaltern sind, könnten sich nach Ansicht von Experten neue juristische Fragen auftun. Laut Medienberichten erwägt der DFB, für 2038 oder 2042 wieder eine deutsche WM-Bewerbung abzugeben.