Mehrere Bundesländer reagieren auf eine bundesweite Angriffsserie auf Umspannwerke mit verstärkter Überwachung. Der "Spiegel" berichtet dies nach einer Anfrage bei allen 16 Innenministerien und -behörden.
Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein handeln
Das sächsische Innenministerium teilte mit, die Sicherheitsbehörden hätten nach den ersten Sabotageaktionen in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen ihre Schutzmaßnahmen verstärkt.
Aus Mecklenburg-Vorpommern hieß es, Polizei und Netzbetreiber hätten ihre Kontrollaufmerksamkeit noch einmal verstärkt und fokussiert. Dazu gehöre auch, dass während Streifenfahrten ausgewählte Punkte des Netzes besondere Beobachtung erfahren. Auch in Schleswig-Holstein wurde die Streifentätigkeit an neuralgischen Punkten der kritischen Infrastruktur erhöht.
Hessen verweist auf Betreiberpflichten
Das hessische Innenministerium meldete ein erhöhtes Hinweisaufkommen und verwies auf die gesetzliche Verpflichtung der Betreiber, den physischen Schutz kritischer Anlagen zu gewährleisten. Welche Objekte konkret geschützt werden, dazu machten die Ministerien keine Angaben.
Im Zuge der Sabotageserie hatte die Polizei am Dienstag in der Nähe des Kraftwerks Weisweiler in Nordrhein-Westfalen einen 48 Jahre alten Verdächtigen gefasst.