Nach dem Tod des mutmaßlichen Attentäters auf den Berliner Christopher Street Day (CSD) sucht die Polizei keine weiteren Verdächtigen. Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen, der Fall wird als islamistischer Anschlag eingestuft.
Polizei nimmt Tatverdächtigen ins Visier – tödlicher Einsatz in Spandau
Ein Sprecher der Berliner Polizei teilte am Sonntagabend mit, dass nach dem Tod des mutmaßlichen CSD-Attentäters keine weiteren Verdächtigen gesucht werden. Zuvor war der Mann am Sonntag gegen 18 Uhr in einer Kleingartenanlage in Spandau lokalisiert worden.
Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Tatverdächtige mit einer Stichwaffe auf Einsatzkräfte zugelaufen sein, woraufhin es zu „polizeilichem Schusswaffengebrauch“ durch das SEK Berlin gekommen sein soll, so die Polizei. Trotz „sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen durch die Einsatzkräfte“ sei der Mann noch am Einsatzort verstorben, teilte der Sprecher weiter mit.
Bundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hatte bereits angekündigt, dass der Generalbundesanwalt den Fall, der als islamistischer Anschlag gehandelt wird, übernehmen soll. Am Sonntag wurde bekannt, dass die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen zum Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day (CSD) übernommen hat.
Ablauf der Tat im Berliner Tiergarten
Bei der Tat soll Abdul B. am Samstag gegen 22 Uhr mit einem Kleintransporter in den Berliner Tiergarten gerast sein, wo CSD-Teilnehmer gerade feierten. Insgesamt sollen bei dem Anschlag nach jüngsten Informationen 29 Menschen verletzt worden sein, eine Frau wurde getötet.
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