Am Mittwoch (3. Juni) empfängt das Bistum Osnabrück das Bonifatiuswerk im Osnabrücker Diözesanmuseum zu einem besonderen Anlass: Fast 1.000 Projekte für den Glauben hat das Bonifatiuswerk im vergangenen Jahr unterstützt. Davon profitieren auch zahlreiche Initiativen im Bistum Osnabrück.
Bonifatiuswerk zieht positive Bilanz für 2025
Nicht nur Präsident Manfred Müller ist sich sicher: „Das Bonifatiuswerk ist in gutem Zustand.“ Auch Geschäftsführer Ingo Imenkämper bestätigt: „Wir sind finanziell gut aufgestellt.“ Das bestätigt der Jahresbericht 2025: Mit 11,7 Millionen Euro hat das Bonifatiuswerk im vergangenen Jahr 989 Projekte in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum unterstützt. Die Fördersumme ist dabei im Vergleich zu 2024 um 1,3 Millionen Euro und 13,2 Prozent gestiegen. Der Anstieg ist durch höhere Einnahmen durch Kollekten (+5,4 Prozent) und Erbschaften (+3,1 Prozent) zu erklären.
Bonifatiuswerk unterstützt Katholiken in der Diaspora
Gefördert werden insbesondere Projekte, die Katholikinnen und Katholiken in der Diaspora unterstützen – also dort, wo Gläubige zerstreut sind oder eine Minderheit darstellen. Besonderes Potenzial sieht das Bonifatiuswerk insbesondere in Nordeuropa. „Hier gibt es wenig Katholikinnen und Katholiken, aber die Gemeinden wachsen und stehen damit vor großen Herausforderungen“, erklärt Generalsekretär Monsignore Georg Austen. Nach eigenen Angaben versteht sich das Bonifatiuswerk als langfristiger Partner für Bistümer und Gemeinden. Auch Bischof Dominicus Meier betonte die Bedeutung der Unterstützung für das Bistum Osnabrück.
Bonifatiuswerk ist wichtiger Partner des Bistums Osnabrück
Im Bistum Osnabrück leben rund 500.000 Katholikinnen und Katholiken. Bischof Dominicus weiß: „Wir sind ein Diaspora-Bistum, in dem trotzdem eine große Präsenz der katholischen Kirche gelebt wird.“ Dazu trägt das Bonifatiuswerk bei: In den letzten zehn Jahren wurden 102 Projekte im Bistum Osnabrück mit mehr als 1,6 Millionen Euro gefördert.
Diese Projekte fördert das Bonifatiuswerk
Allein im Bistum Osnabrück unterstützte das Bonifatiuswerk 2025 mit 130.000 Euro 35 Projekte – davon eines im Bereich der Bauhilfe, 28 im Bereich Kinder- und Jugendhilfe und sechs im Bereich der Glaubenshilfe. Präsident Müller betont: „Wir wollen die Kirche in ökumenischer Verbundenheit als einen offenen Ort gestalten und innovative wie bewährte Wege gehen.“ Insgesamt unterstütze das Bonifatiuswerk 2025 69 Projekte im Bereich der Bauhilfe mit mehr als drei Millionen Euro, 796 Projekte im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe mit fast 1,7 Millionen Euro und im Bereich der Glaubenshilfe 102 Projekte mit rund 750.000 Euro.
Förderung junger Menschen steht im Bistum Osnabrück im Fokus
Bischof Dominicus betont insbesondere die Bedeutung für den Bereich der Kinder- und Jugendhilfe. „Wir verstehen uns als Bildungsbistum und legen großen Wert auf Projekte, die im Kinder- und Jugendalter bilden. Hier ist die Unterstützung des Bonifatiuswerkes maßgeblich.“
So bringt das Bistum Osnabrück Kirche zu den Menschen
Konkrete Beispiele für die Unterstützung des Bonifatiuswerkes gibt es in Osnabrück viele. Martina Kreidler-Kos ist Leiterin der Abteilung Seelsorge im Bistum Osnabrück und weiß: „Wir haben viele gute Leute und Ideen, doch häufig fehlt das Geld. Dann wird das Bonifatiuswerk zum Möglichmacher und dafür sind wir dankbar!“ Auch Rebecca Lögers da Silva dankt dem Bonifatiuswerk. Sie ist Referentin für christliche Rituale im Rahmen eines ökumenischen Netzwerkes im Stadtgebiet Osnabrück – eine Stelle, die ohne die Unterstützung des Bonifatiuswerkes vermutlich nicht geschaffen worden wäre. Auf Instagram teilt sie ihre Arbeit.
Ein weiteres Beispiel ist das Projekt „Trude lädt ein“, das Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen sowie konfessionslose Interessierte mit psychisch erkrankten Menschen im Ameos Klinikum zusammenbringt. „Wir verstehen uns als Brückenbauerinnen, die Kirche und Glauben implizit einbringen“, erklärt die Verantwortliche Anja Breer. Projekte wie diese zeigen, wie die Förderung des Bonifatiuswerkes kirchliches Engagement und innovative Wege im Bistum Osnabrück ermöglicht.
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