In Mali ist es am Wochenende zu einer Serie koordinierter Angriffe bewaffneter Gruppen auf fünf Orte gekommen. Nach Angaben der malischen Armee ereigneten sich die Übergriffe am Samstag, rund zwei Monate nach einem Großangriff auf die Hauptstadt Bamako. Betroffen waren dabei sowohl Orte im Norden als auch im Süden des Landes.
Serie von Angriffen in mehreren Landesteilen
Nach Mitteilung der malischen Armee griffen bewaffnete Gruppen am Samstag insgesamt fünf Orte in Mali an. Unter den betroffenen Orten befand sich nach Armeeangaben ein Ort im Norden, in dem malische Soldaten gemeinsam mit russischen Kämpfern stationiert sind, sowie ein Ort südlich der Hauptstadt Bamako. Die Kämpfe begannen laut Armee gegen 5 Uhr Ortszeit (7 Uhr deutscher Zeit).
Angespannte Sicherheitslage im ganzen Land
Mali wird seit Jahren von Aufständen verschiedener bewaffneter Gruppen erschüttert. Nach offiziellen Darstellungen zählen dazu Gruppierungen, die in Verbindung mit al-Qaida oder dem IS stehen. Hinzu kommt ein separatistischer Konflikt im Norden des Landes. Die Separatisten kämpfen nach eigenen Angaben für einen unabhängigen Staat.
Jüngste Eskalation nach Großangriff im April
Der Angriff vom Samstag stellt nach Angaben der malischen Armee die jüngste Eskalation gegen die nach einem Putsch von Militärs geführte Regierung des Sahel-Staates dar. Bereits im April hatten Rebellen unter anderem den Flughafen von Bamako angegriffen, den Verteidigungsminister getötet und mehrere Armeestützpunkte im Norden eingenommen.
