Im Zoo Osnabrück gibt es derzeit gleich mehrere tierische Neuigkeiten. Während sich die Mitarbeitenden über Nachwuchs bei den Bisons und Feldhamstern freuen, endete die erste Geburt bei den Asiatischen Löwen mit einer Totgeburt. Zugleich bereitet der Zoo acht junge Feldhamster auf ihre Auswilderung im Rahmen eines Artenschutzprojekts vor.
Acht Feldhamster für den Artenschutz
Besonders erfreulich ist die Geburt von acht Feldhamstern Anfang Juni. Die Jungtiere wurden inzwischen tierärztlich untersucht, mit Mikrochips zur Wiedererkennung versehen und für das sogenannte Biobanking genetisch beprobt.
„Mit den Tieren aus der Erhaltungszucht und der anschließenden Auswilderung können wir die Population im Freiland stärken“, erklärt Kuratorin Katja Lammers. Die vom Aussterben bedrohten Nager sollen schon bald in die Natur entlassen werden.

Feldhamster im Zoo Osnabrück. / Foto: Hanna Räckers
Bisonkalb in Manitoba geboren
Auch in der Nordamerika-Tierwelt Manitoba gibt es Nachwuchs. Bisonkuh Kunigunde brachte am 17. Juli ein weibliches Kalb zur Welt. „Beiden Kühen geht es gut. Kunigunde ist eine routinierte Mutter und das weibliche Kalb läuft viel bei ihr mit, ruht sich aber auch gerne zwischendurch aus“, berichtet Lammers.
Trauriger Ausgang bei den Asiatischen Löwen
Weniger erfreulich verlief die erste Geburt bei den Asiatischen Löwen Rajah und Kiara, die erst im vergangenen Jahr an den Schölerberg gezogen waren. Nach einer erfolgreichen Paarung brachte Kiara am 19. Juli ein Jungtier zur Welt – es war jedoch bereits tot.
„Leben und Tod liegen nah beieinander – das haben wir gerade erst wieder erleben müssen“, erklärt Zoodirektor Tobias Klumpe. Dennoch wertet der Zoo den Verlauf der Geburt positiv. „Die beiden haben sich dem Jungtier gegenüber gut verhalten – auch das ist für uns ein positives Zeichen“, so der Biologe.
Auf den Überwachungskameras sei zu erkennen gewesen, dass das Jungtier bereits leblos geboren wurde. Etwa zwei Stunden später fraß Löwenkater Rajah das Jungtier. Dieses Verhalten sei bei Löwen natürlich und diene dazu, die Wurfbox sauber zu halten und keine Fressfeinde anzulocken.
Hoffnung auf zukünftigen Nachwuchs
Trotz des Rückschlags blickt der Zoo optimistisch in die Zukunft. „Wir sind optimistisch, dass wir in Zukunft hier Löwenjungtiere aufwachsen sehen können“, berichtet Klumpe. Rajah und Kiara sind erst drei Jahre alt und damit noch viele Jahre fortpflanzungsfähig. Asiatische Löwen gelten nach Angaben der Weltnaturschutzorganisation IUCN als stark gefährdet.
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