Linken-Politiker Dietmar Bartsch hat die von der Union gezogene Brandmauer gegenüber seiner Partei scharf kritisiert. Im Nachrichtensender „Welt“ sprach er von „dummem Zeug“ und warf CDU und CSU vor, von inhaltlicher Arbeit abzulenken.
Bartsch attackiert Brandmauer-Rhetorik der Union
Dietmar Bartsch (Linke) hat kein Verständnis für die Brandmauer-Debatte der Union gegenüber den Linken. Der Linken-Politiker sagte am Freitag dem Nachrichtensender „Welt“: „Ehrlich gesagt, ich finde, das ist dummes Zeug, was die Union erzählt.“ (Quelle: „Welt“)
Zur Begründung verwies Bartsch auf politische Konstellationen in den Ländern. In Thüringen wäre Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) nach seinen Worten nicht gewählt worden ohne die Stimmen von Bodo Ramelow und anderen. Auch in Sachsen beschließe die Linke „selbstverständlich“ die Haushalte mit. Das sei „Unsinn“, so Bartsch. (Quelle: „Welt“)
„Monstranz“ und Vorwurf mangelnder Sacharbeit
Die Brandmauer zu den Linken werde von der Union „wie eine Monstranz vor sich hergetragen“, kritisierte Bartsch weiter. Er betonte, die Linke sei eine demokratische Partei. Nicht sie, sondern die Union habe ein Problem. (Quelle: „Welt“)
Forderung nach Steuer- und Rentenreform
„Die sollen sich darum kümmern, dass das Land nicht weiter bergab geht“, forderte Bartsch mit Blick auf die Union. Stattdessen solle die Union sich um eine Steuerreform kümmern, die den Namen verdient, und um eine Rentenreform, die den Namen verdient. „Das machen sie genau nicht“, so Bartsch. (Quelle: „Welt“)
