# Bahn reduziert Arbeitszeit für ICE-Personal wegen Verspätungen Datum: 16.03.2026 00:09 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/bahn-reduziert-arbeitszeit-fuer-ice-personal-wegen-verspaetungen-691712/ --- Die Bahn-Tochter DB Fernverkehr hat zum 1. März die geplante Arbeitszeit des fahrenden Personals um rund eine halbe Stunde reduziert, um die Belastung durch die zahlreichen Verspätungen im Fernverkehr zu mindern. Zudem wird bei besonders störanfälligen Zügen zusätzlicher Puffer für Personalübergänge eingeplant, insgesamt sind nun bis zu 90 Minuten Pufferzeit möglich. Beide Maßnahmen sollen Zugbegleiter, Lokführer und Gastronomie-Mitarbeiter entlasten, deren Schichtpläne durch Verspätungen zunehmend ins Wanken geraten. ## Arbeitszeiten gekürzt, Pufferzeiten verlängert Fernverkehrsvorstand Michael Peterson sagte der „Süddeutschen Zeitung“, die geplante Arbeitszeit des fahrenden Personals sei zum 1. März um rund eine halbe Stunde reduziert worden. Zusätzlich werde bei besonders störanfälligen Zügen etwa eine halbe Stunde mehr Puffer für Personalübergänge von einem ICE auf den anderen eingeplant, womit nun insgesamt bis zu 90 Minuten Pufferzeit möglich seien. Beide Schritte zielten darauf ab, die Zugbegleiter, Lokführer und Gastronomie-Mitarbeiter zu entlasten, die aufgrund der vielen Verspätungen immer häufiger mit zusammenbrechenden Schichtplänen zu kämpfen hätten. „Wir alle nehmen die Situation unserer Mitarbeiter sehr ernst“, sagte Peterson der „Süddeutschen Zeitung“. „Wir steuern gegen, wo wir können.“ ### Zusätzliche Einstellungen zur Abfederung von Verspätungen Bereits im vergangenen Jahr habe DB Fernverkehr 450 zusätzliche Mitarbeiter beschäftigt, um Verspätungen abzupuffern, sagte Peterson der „Süddeutschen Zeitung“. „In diesem Jahr sind es noch mal 150 mehr, also 600“, so Peterson weiter. „Wir tätigen hierfür große Investitionen.“ Laut Peterson zahlt sich ein robusterer Fahrplan bereits messbar aus. Dank eines resilienteren Fahrplans sei es in diesem Jahr gelungen, zweieinhalb Prozentpunkte bei der Pünktlichkeit zu gewinnen, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“. Zugleich verwies er auf externe Faktoren: „Aber natürlich kann ich damit nicht 20 Prozentpunkte Unpünktlichkeit kompensieren, die durch kaputte Schienen und Baustellen erzeugt werden“, so Peterson. ### Unmut über Weisung an Zugbegleiter Großen Unmut in der Belegschaft hatte zuletzt eine Weisung für Zugbegleiter ausgelöst, in der vom Management sehr kleinteilig Vorgaben für Sauberkeit und Borddurchsagen gemacht wurden. „Die Weisung war in der Form, wie sie geschrieben wurde, für manche Mitarbeiter missverständlich. Das haben wir im Nachhinein auch gesehen“, sagte Peterson nun der „Süddeutschen Zeitung“. „Daran merken wir, dass wir gar nicht genug kommunizieren können.“ ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück