Der Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Bernd Fitzenberger, dringt auf eine stärkere Erwerbsbeteiligung älterer Menschen, um größere Einschnitte bei der Rente zu vermeiden. In einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“ skizziert er eine Reihe von Reformvorschlägen, die Älteren den Verbleib im Arbeitsleben erleichtern und die Rückkehr in Beschäftigung nach Jobverlust attraktiver machen sollen. Nach seiner Einschätzung liegt in dieser Gruppe „noch viel ungenutztes Potenzial“.
„Wer länger arbeitet, zahlt länger Beiträge“
Bernd Fitzenberger, Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit, verbindet seine Vorschläge direkt mit der Stabilität der Alterssicherung. „Hier liegt noch viel ungenutztes Potenzial“, schreibt der Leiter der Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit in einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“. Denn „wer länger arbeitet, zahlt länger Beiträge und bezieht später Rente“ (Handelsblatt).
Um dies zu erreichen, plädiert Fitzenberger dafür, die längeren Bezugszeiten des Arbeitslosengeldes für Ältere zu begrenzen. Die derzeit möglichen maximal 24 Monate sollten auf 18 Monate reduziert werden, heißt es in seinem Beitrag für das „Handelsblatt“.
Kürzere Bezugsdauer, weniger Altersteilzeit
Neben der Verkürzung der Arbeitslosengeld-Bezugsdauer sieht Fitzenberger weiteren Reformbedarf bei bestehenden Instrumenten für ältere Beschäftigte. Auch müsse „die staatlich geförderte Altersteilzeit stärker zurückgeführt werden“, schreibt er im „Handelsblatt“. Nach seiner Darstellung soll so der Anreiz sinken, sich bereits frühzeitig aus dem Erwerbsleben zurückzuziehen.
Zugleich fordert Fitzenberger neue Unterstützungselemente für Ältere nach Jobverlust. Wer nach dem Verlust des Arbeitsplatzes nur eine schlechter bezahlte Stelle finde, sollte befristet einen Ausgleich für einen Teil der Lohneinbußen bekommen. Eine solche Entgeltsicherung für Ältere würde nach seiner Einschätzung die Bereitschaft erhöhen, rascher wieder Arbeit aufzunehmen, wie er im „Handelsblatt“ ausführt.
Steuerliche Anreize bei Abfindungen
Darüber hinaus schlägt Fitzenberger vor, Abfindungen gezielt als Instrument für eine schnellere berufliche Neuorientierung zu nutzen. Abfindungen sollte der Staat steuerlich begünstigen, wenn jemand einen neuen Job antrete, schreibt er im „Handelsblatt“. Außerdem sollten nach seinen Vorstellungen auch auf Abfindungen Rentenbeiträge fällig werden, die jedoch bei einem neuen Job verrechnet werden könnten.
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