Das Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ist im Mai erstmals seit einem halben Jahr leicht gestiegen, signalisiert aber weiterhin eine eher pessimistische Entwicklung am deutschen Arbeitsmarkt. Der Frühindikator legte um 0,1 Punkte auf 99,6 Punkte zu und bleibt damit unter der neutralen Marke.
Leichter Anstieg, aber weiterhin trüber Ausblick
Nach Angaben des Instituts stieg das Arbeitsmarktbarometer im Mai um 0,1 Punkte auf nun 99,6 Punkte. Wie das IAB am Mittwoch mitteilte, bleibt der Frühindikator damit in einem Bereich, der einen eher pessimistischen Ausblick auf die Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes signalisiert.
Die Komponente zur Vorhersage der Beschäftigung in Deutschland verharrt bei 100,1 Punkten und liegt damit leicht über der neutralen Marke von 100 Punkten. Insgesamt deutet dies laut IAB auf eine stabile Beschäftigung hin, zugleich befindet sich der Ausblick aber auf seinem bislang schwächsten Stand außerhalb der Pandemie. Als Grund nennt das Institut insbesondere starke Jobverluste in der Industrie.
Die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit steigt gegenüber dem Vormonat um 0,1 Punkte auf nun 99,0 Punkte. Damit bleibt auch diese Komponente im pessimistischen Bereich.
Einschätzungen des IAB
„Einen Einbruch gibt es am Arbeitsmarkt nicht, einen Durchbruch aber auch nicht“, sagte Enzo Weber, Leiter des Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“ am IAB. „Dafür bräuchten wir mehr Bewegung und neue Jobs.“ (Quelle: IAB)
Stagnation auf europäischer Ebene
Das European Labour Market Barometer stagniert im Mai bei 100,1 Punkten. Der Frühindikator des Europäischen Netzwerks der öffentlichen Arbeitsverwaltungen und des IAB liegt damit weiter leicht über dem neutralen Wert von 100 Punkten.
„Die europäischen Arbeitsmärkte haben keine klare Richtung. Erholungsfaktoren und Rückschläge wie der Ölpreisschock gleichen sich aus“, so Weber. (Quelle: IAB)
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