Der Alkoholkonsum unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland geht zurück. Das Durchschnittsalter beim ersten Alkoholkonsum steigt, und der wöchentliche Konsum erreichte 2025 einen historischen Tiefstand. Dennoch bleibt Rauschtrinken weit verbreitet.
Rauschtrinken bleibt bei jungen Männern hoch
Laut der Drogenaffinitätsstudie 2025 des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) praktizierten knapp 15 Prozent der Jugendlichen in den letzten 30 Tagen vor der Erhebung Rauschtrinken (männliche Jugendliche: 14,8 Prozent, weibliche Jugendliche: 14,7 Prozent). Damit war das Phänomen ähnlich weit verbreitet wie vor der Corona-Pandemie.
Bei jungen Männern lag der Anteil 2025 bei 45,8 Prozent und veränderte sich im zeitlichen Verlauf nur wenig. Bei jungen Frauen sank der Wert zwischen 2023 und 2025 jedoch statistisch signifikant auf 26,1 Prozent. Zuvor lagen die Werte – mit Ausnahme der Corona-Pandemie – immer bei 30 Prozent oder mehr.
Präventionsmaßnahmen wirken, aber nicht flächendeckend
Die Studie zeigt, dass Präventionsmaßnahmen wirken, jedoch nicht alle jungen Menschen gleichermaßen erreichen. Johannes Nießen, kommissarischer Leiter des BIÖG, hob hervor: »Besonders der Rückgang des Rauschtrinkens bei jungen Frauen ist erfreulich.« Dennoch bleibe riskanter Alkoholkonsum bei Jugendlichen und jungen Männern ein Thema.
Das BIÖG (ehemals BZgA) untersucht seit 1973 den Substanzkonsum Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland. Für die Drogenaffinitätsstudie 2025 wurden 7.001 junge Menschen im Alter von 12 bis 25 Jahren im Zeitraum April bis Juli 2025 befragt.