Die vom 1. Mai an geltende Steuersenkung auf Kraftstoffe ist nach Angaben des ADAC nur teilweise an die Autofahrerinnen und Autofahrer weitergegeben worden. Statt der erwarteten Entlastung von 16,7 Cent brutto pro Liter seien die Preise an den Zapfsäulen im Schnitt lediglich um rund 14 Cent gesunken. Der Automobilclub fordert daher, dass die Steuererleichterung vollständig an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergereicht wird.
Tankrabatt kommt laut ADAC nur teilweise an
Der ADAC teilte am Samstag mit, dass der seit dem 1. Mai geltende Tankrabatt, der die Energiesteuer auf Kraftstoffe um etwa 14 Cent pro Liter senken sollte, nicht in vollem Umfang in den Preisen an den Tankstellen angekommen sei. Einschließlich der Umsatzsteuer hätte die Maßnahme nach Berechnungen des Automobilclubs eine Entlastung von 16,7 Cent brutto pro Liter bewirken müssen, tatsächlich lag der Rückgang demnach aber darunter.
Nach Angaben des ADAC sank am 1. Mai der Preis für Super E10 um 13,7 Cent auf 1,989 Euro pro Liter. Der Dieselpreis verringerte sich zugleich um 13,6 Cent auf 2,063 Euro pro Liter. Insgesamt ergab sich damit laut Automobilclub nur ein Preisrückgang von rund 14 Cent pro Liter, also weniger als die erwartete Entlastung durch die Steuersenkung.
Forderung nach vollständiger Weitergabe der Steuersenkung
Der ADAC fordert, dass die Steuersenkung vollständig an die Verbraucher weitergegeben wird. Der Verband verweist zugleich auf die Entwicklung an den Rohölmärkten: Nach Angaben des Automobilclubs ist der Ölpreis seit den Höchstständen am 30. April gesunken, was nach seiner Einschätzung zusätzlichen Spielraum für Preissenkungen an den Zapfsäulen schaffen sollte.
Österreich-Modell und Krieg im Iran als Preistreiber
Die Einführung des sogenannten Österreich-Modells am 1. April hat die Preisentwicklung nach Ansicht des ADAC weiter verschärft. Dieses Modell erlaubt es Mineralölkonzernen, die Preise nur einmal täglich um 12 Uhr zu erhöhen, während Preissenkungen jederzeit möglich sind. Seit Beginn des Iran-Krieges im März sind die Preise für Benzin und Diesel stark gestiegen, wobei der Dieselpreis immer wieder neue Allzeithochs erreichte.
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